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…die Dominanz des bipolaren Modells war erst in den 1930er Jahren … zustande gekommen…

Noch einmal ein kleiner Literaturhinweis, weil ich gerade noch einmal lese. Helga Satzinger erläutert in "Differenz und Vererbung" auch, wie bestimmte Chromosmen- und Hormontheorien bzgl. Geschlecht von anderen abgelöst wurden:

„In den Jahren zuvor [in den 1920er Jahren] war das Konzept der genetischen und hormonellen Geschlechterwandlung und -mischung sehr breit diskutiert worden, die Dominanz des bipolaren Modells war erst in den 1930er Jahren durch das Fehlen ihrer Vertreter, die emigrieren mussten, zustande gekommen.“ (Satzinger 2009: 399)

Satzinger (2009) liefert ganz wichtige Zugänge für Geschlechterforschung und Naturwissenschaft - wie bestimmte Theorien erdacht wurden, welchen Anteil Frauen daran haben; ...und welchen Einfluss politische Rahmenbedingungen haben - der Hitlerfaschismus in Deutschland. Es ist eine exzellente Arbeit und sollte Grundlage für zahlreiche weitere Ausarbeitungen sein!

Satzinger, H. (2009): Differenz und Vererbung: Geschlechterordnungen in der Genetik und Hormonforschung 1890 – 1950. Köln etc.: Böhlau Verlag. Hier findet sich eine Rezension.

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