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Ausgehend von Betrachtungen zur Klappenkultur in Westberlin – und ihre Beurteilung durch Aktivist*innen aus anderen europäischen Ländern, etwa durch Guy Hocquenghem – wendet sich der Sexualwissenschaftler Heinz-Jürgen Voß (Hochschule Merseburg) aktuellen bedrohlichen gesellschaftlichen Entwicklungen zu. Er schildert, wie rechte Strömungen zunehmend Diskurse bestimmen, und verweist – unter anderem in Anschluss an die lesbische Aktivistin Jutta Oesterle-Schwerin – darauf, dass unter dem Deckmantel aktueller gesellschaftlicher Normierungen neue (gewalttätige) Restriktionen eingeführt werden. Voß fragt und stellt zur Diskussion: Wie können wir etwa den von Hubert Fichte positiv geprägten Begriff „Verschwulung“ behaupten – gegen „unsere“ eigene Geschichtsvergessenheit und gegen rechte Vereinnahmung?

Die Veranstaltung findet als Begleitveranstaltung zur Ausstellung von Marc Martin "Fenster zum Klo. Public Toilets & Private Affairs" im Schwulen Museum* (Berlin) statt. Beginn ist 19:00 Uhr.

Heinz-Jürgen Voß ist Biolog*in und Sexualwissenschaftler*in an der Hochschule Merseburg.

Ich freue mich sehr darauf, gleich - zum heutigen Welttoilettentag - einen Austausch zu Klappensex zu moderieren: Peter Rausch, Jan Noll und Karsten Schubert berichten und ordnen ein, welche Bedeutung Cruising 'damals' und heute zukommt. Das Ganze findet im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung "Fenster zum Klo - Public Toilets & Private Affairs" von Marc Martin im Schwulen Museum statt. Die Ausstellung läuft noch bis zum 5. Februar 2018. Informationen finden sich hier  - und zur heutigen Veranstaltung hier.

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