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Gern weise ich auf das Interview in der Siegessäule hin, in dem die Zeitschrift rechte Entwicklungen insebesondere in der schwulen Community in den Fokus rückt. Am Ende sage ich mit Blick auf Handlungsmöglichkeiten:

"Durch Streiten und gesetzliche Entscheidungen hat sich die Situation von Schwulen und Lesben verbessert, gerade wenn sie nicht antisemitisch, rassistisch oder transfeindlich diskriminiert sind – sie, auch ich, können dieses Privileg nutzen, um Marginalisierte zu unterstützen, anstatt sich darauf einzuschießen, die allerbesten und allerbürgerlichsten nationalen Deutschen zu werden. Anstatt uns zu bemitleiden und von „Sprechverboten“ zu schwadronieren, könnten wir weißen Schwule uns reflektieren und gucken, wo wir selbst diskriminieren und verletzen! Es geht darum, eigene Vorurteile zu bearbeiten und an den Sichtweisen anderer interessiert zu sein. Ja, vielleicht ist es das: Interessiert sein, lernen zuzuhören – das ist es, was uns alle weiterbringen kann. Zum Beispiel freue ich mich persönlich darauf, bei der Veranstaltung in Berlin-Weißensee die künstlerischen Arbeiten von Rüzgâr Buşki und Tal Iungman sehen zu können und darüber ins Gespräch zu kommen." Das ganze Interview gibt es hier.

Sehr gern weise ich auf die Vorstellung des "Dritten deutschen Männergesundheitsberichts - Sexualität von Männern" am 4. Mai 2017 in Merseburg hin. Bereits am Tag zuvor findet die Bundespressekonferenz in Berlin (Haus der Pressekonferenz) statt.

Kurzfassung des Inhalts der Veranstaltung:
# Zeit: 4. Mai, 14:30 – 17:00 Uhr
# Ort: Foyer des Gartenhauses, Hochschule Merseburg (Eberhard-Leibnitz-Str. 2, Merseburg)

Vorstellung des von der Stiftung Männergesundheit in Kooperation mit der Hochschule Merseburg herausgegebenen Berichts, der interdisziplinär ist und Sexualität positiv betrachtet. Der Vielfalt von Sexualität und von Männlichkeiten wird Rechnung getragen. Bei der Veranstaltung findet u.a. statt:

* Grußwort der Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des
Landes Sachsen-Anhalt, Petra Grimm-Benne;
* Einordnung des Männergesundheitsberichts durch die Referentin an
der Leitstelle für Frauen- und Gleichstellungspolitik des
Ministeriums für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt
Katharina Scholz;
* Vorstellung des Männergesundheitsberichts durch die Herausgeber_innen
* Podiumsdiskussion zum Männergesundheitsbericht u. a. mit der
Fernseh-Moderatorin und Bestseller-Autorin Ann-Marlene Henning, dem Bildungsreferenten für Jungen*arbeit Michael Ney und Prof. Dr. Harald Stumpe.

Die Langfassung der Einladung mit vollständigem Programm findet sich hier.
Der "Dritte deutsche Männergesundheitsbericht" erscheint beim Psychosozial-Verlag und ist ab Ende April 2017 überall im Buchhandel erhältlich.

Presseresonanz und Rezensionen zum Bericht finden Sie hier verlinkt.

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Gastbeitrag von zwei Teilnehmenden der Veranstaltung

Berlin: Es sollte ein heiterer Abend werden – mit Tunten-Performance und einem starken Zeichen für mehr Offenheit gegenüber der eigenen Weiblichkeit in der Schwulen-Szene. Was aber am 18. November 2016 bei der von Patsy l'Amour laLove gehosteten „Polymorphia“ im SchwuZ abging, war krass.

Ausgangspunkt war eine spontane Stand-up-Performance einer weiß-deutschen Darstellerin, die sich als „Geschichtslehrerin“ vorstellte. Sie holte das Thema Konzentrationslager und Nazi-Zeit auf die Bühne. Inhalt der Performance war eine Klassenfahrt zur Gedenkstätte Sachsenhausen. Einer der größeren Witze richtete sich darauf, dass die Schüler dort ja nur zu Besuch seien – sie und Publikum: „Haha“. Sie jammerte darüber, dass die Gedenkstättenpädagogik sie sicherlich als Nazis wahrnehmen würde, denn die Kids hätten lieber geredet und wären nicht so aufmerksam gewesen.

Sie sei aber kein Nazi, auch wenn sie - bei ihrer Performance - hohe Lederstiefel trage – sie und Publikum: „Haha“.

Dann hätten ihr zwei (gleichgeschlechtliche) Schüler_innen erzählt, dass sie jetzt zusammen seien. Sie – die Lehrerin – sei ja vor der Klasse geoutet. Sie habe die beiden trotzdem angeherrscht, dass sie leise sein sollten, weil sie ja schließlich „im KZ“ seien. Nachher habe sie sich geschämt, denn es könne nicht angehen, dass sich „Schwuchteln“ an so einem Ort gegenseitig zum Schweigen brächten, schließlich seien sie dort ermordet worden.

Das Ganze wurde in selbstkommentierter Slapstick-Art performt. Das Publikum ist mitgegangen, hat den Auftritt am Ende beklatscht, und zwischendurch wurde erheitert gelacht. Dass ein solch skandalöser Auftritt mittlerweile durchgeht, dass das Publikum johlend mitmacht, weist auf einen bedenklichen Zustand der schwulen Szene hin – zumindest derjenigen, die dort war. Die „Geschichtslehrerin“ wurde weder von der verantwortlichen Einladenden noch vom Publikum von der Bühne gepfiffen, obwohl sie einerseits einem Schlussstrich-Diskurs zuarbeitete – das KZ könne verlacht werden, und es sei vollkommen selbstverständlich, dass Schüler_innen eine Geschichtsstunde dort nicht ernst nehmen würden. Gleichzeitig wird einer reinen Opfergeschichte in Bezug auf Schwule zugearbeitet. Ist das das neue selbstgerechte weiß-deutsche Geschichtsbild, das Schwule vermitteln wollen? - sollten sich die „Geschichtslehrerin“, Patsy l'Amour laLove, das SchwuZ und das Publikum fragen. Warum wird mit einer solchen Geschichtsklitterung auf der Bühne gearbeitet – anstatt sich ernsthaft einer Erinnerungsarbeit anzunehmen, in der differenziert Opfer- und Täterschaft von schwulen Männern nachgespürt wird – hier könnte auch Performance einen Beitrag leisten. Wenn es aber einer Darstellerin offenbar nicht möglich ist, ein Thema angemessen zu erarbeiten, dann sollte sie es besser lassen und stattdessen ein Geschichtsbuch lesen oder eine echte Geschichtslehrerin fragen!

PSY-Cetin-2549-v03.inddSehr gern weise ich auf die folgenden drei Veranstaltungen in Berlin hin, bei denen das Buch "Schwule Sichtbarkeit - schwule Identität: Kritische Perspektiven" gemeinsam von Zülfukar Çetin und Heinz-Jürgen Voß vorgestellt wird. (Informationen zum Buch finden sich hier hier ; eine sich erweiternde Übersicht erscheinender Rezensionen findet sich hier .

Die Buchvorstellungen:

[1] 18. November 2016, 19:00 Uhr, Schwules Museum (Lützowstraße 73, Berlin)
Vorstellung und Diskussion gleich von zwei Büchern. Zülfukar Çetin, Heinz-Jürgen Voß und Jule Govrin stellen ihre jeweils neu erschienen Bücher vor und diskutieren miteinander. Bücher: Zülfukar Çetin, Heinz-Jürgen Voß: "Schwule Sichtbarkeit - Schwule Identität. Kritische Perspektiven"; Jule Jakob Govrin: "Sex, Gott und Kapital. Houellebecqs Unterwerfung zwischen neoreaktionärer Rhetorik und postsäkularen Politiken".

[2] 19. November 2016, 17:00 Uhr, Trude Ruth (Flughafenstraße 38, Berlin)
Vorstellung des Buches "Schwule Sichtbarkeit - schwule Identität: Kritische Perspektiven" und Gesprächs- und Diskussionsmöglichkeit mit den Autoren Zülfukar Çetin und Heinz-Jürgen Voß.

[3] 16. Dezember 2016, 20:30 Uhr, Prinz Eisenherz Buchhandlung (Motzstraße 23, Berlin)
Zülfukar Çetin und Heinz-Jürgen Voß stellen ihr neues Buch "Schwule Sichtbarkeit - schwule Identität: Kritische Perspektiven" vor, das im Oktober im Psychosozial-Verlag erschienen ist. Während "Sichtbarkeit" und "Identität" auch heute noch vielfach als bedeutsam für die politischen Kämpfe Homosexueller um Anerkennung und Respekt gelten, weisen beide Autoren darauf hin, wie auf diese Weise auch "ein Ordnungsregime entsteht, das auf Geschlechternorm, Weißsein, Bürgerlichkeit und Paarbeziehung basiert". Dadurch entstehen Ausschlüsse gegen Queers of Color und Queers mit abweichenden Lebensentwürfen. Die Autoren erläutern die zwiespältige Bedeutung von "Anerkennung" und weisen auf nicht-identitäre Perspektiven hin. Buchvorstellung und Diskussion.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Denz_Sexualpaedagogik_in_der_Vorschule"Sexualpädagogik in der Vorschule" - Was an Sexueller Bildung nötig ist und was in den einzelnen Bundesländern stattfindet, hat Lara Denz in ihrer neuen Publikation herausgearbeitet, auf die ich hier sehr gern hinweisen möchte. Ihr Band "Sexualpädagogik in der Vorschule: Die Bildungspläne der Bundesländer im Vergleich" ist soeben in der Reihe "Sexualwissenschaftliche Schriften" im Hochschulverlag Merseburg erschienen und für 8,10 Euro im Buchhandel erhältlich. Ein Rezensionsexemplar kann gern bei mir ( heinz-juergen.voss@hs-merseburg.de ) angefordert werden.

Sexualpädagogik in der Vorschule: Die Bildungspläne der Bundesländer im Vergleich
von Lara Denz

# Hochschulverlag Merseburg, 2016
# 74 Seiten, 8,10 Euro
# ISBN: 978-3-942703-52-9
# Bestellmöglichkeit

Klappentext:
Von Geburt an ist der Mensch ein sexuelles Wesen. Er besitzt eine natürliche Neugierde an Sexualität. Die psychosexuelle Entwicklung erfolgt schrittweise, sie entwickelt und verändert sich stetig. Kinder lernen den Umgang mit Sexualität, genauso wie den Umgang mit ihren motorischen Fähigkeiten, von Kindesbeinen an. Die Begleitung dabei erfordert gerade von Fachkräften Fingerspitzengefühl und die Fähigkeit angemessen auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Körperlernen und kindliche Sexualität sind Entwicklungsaufgaben, für die es pädagogische Konzepte gibt. Im Buch werden die entsprechenden Bildungspläne der Bundesländer übersichtlich dargestellt, verglichen und darauf geprüft, ob sie dem fachwissenschaftlichen Erkenntnisstand entsprechen: Inwieweit berücksichtigen die einzelnen Bundesländer das Thema Sexualität? Wie ausführlich wird auf verschiedene Inhalte dieses Themenfeldes eingegangen?

Ebenfalls in der Reihe erschienen: Andrea Altenburg, "Sexualität und Soziale Arbeit: Zur Notwendigkeit Sexueller Bildung im Studium der Sozialen Arbeit", Hochschulverlag Merseburg 2016, 120 Seiten, 11,40 Euro, ISBN: 978-3-942703-48-2, Bestellmöglichkeit

Ich bin sehr überrascht. Das erste Mal seit vielen Jahren stellt der Berliner CSD gute und weitreichende Forderungen auf. Sie sind hier nachlesbar: http://csd-berlin.de/csd-forderungen-2015/ . Und hier auch gleich direkt angeführt:

Dies sind die Forderungen für den Berliner Christopher Street Day 2015, die große Demonstration für LSBTI*-Menschenrechte. LSBTI* steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle/Transgender/Transidente, Intersexuelle; das Sternchen [*] steht für Menschen, die sich durch ähnliche Aspekte von der Mehrheitsgesellschaft unterscheiden, die vorgenannten Kategorien jedoch ablehnen.


1. Ehe und Familie: Wir wollen keine Sonderrechte, sondern gleiche Rechte!

Vor 14 Jahren wurde die Eingetragene Lebenspartnerschaft in Deutschland eingeführt. Viele Rechte wurden lesbischen und schwulen Paaren dabei vorenthalten und müssen zum Teil noch immer gerichtlich erstritten werden. Lesben und Schwule stehen jedoch genau wie Heterosexuelle in ihren Beziehungen füreinander ein; homosexuelle und transidente Eltern sorgen sehr gut für ihre Kinder. Die Politik der kleinen Schritte ist vorbei – alles andere als Gleichstellung ist und bleibt Diskriminierung!

  • Für homosexuelle Bürgerinnen und Bürger darf real wie symbolisch kein minderes Recht gelten: Wir fordern die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule!
  • In Berlin und überall in Deutschland wachsen immer mehr Kinder in Regenbogenfamilien auf: Wir fordern die gleichberechtigte Teilhabe dieser Familien in allen Lebensbereichen!
  • Gleiche Rechte bei der Familienplanung: Schluss mit der Diskriminierung beim Zugang zur Reproduktionsmedizin!
  • Gleiche Rechte bei der Elternschaft: Schluss mit der Diskriminierung bei der gemeinschaftlichen Adoption.
  • Automatische Anerkennung der Elternschaft des nicht gebärenden Elternteils in eingetragenen Lebenspartnerschaften.
  • Rechtliche Anerkennung von Regenbogenfamilien mit mehr als zwei Elternteilen.


2. Für eine Positive Welt ohne Diskriminierung und Ausgrenzung!

Krankheiten dürfen weder in der Allgemeinbevölkerung noch innerhalb der Community zu Ausgrenzung und Diskriminierung führen. Das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe im kulturellen und sozialen Leben muss individuell leistbar sein können und ist nicht verhandelbar. Chronische Erkrankungen dürfen nicht zu Armut führen.

  • Wir fordern die sofortige Löschung des stigmatisierenden “ANST”-Kennzeichens für “ansteckend” von HIV-Positiven sowie des “GKR”-Kennzeichens für “geisteskrank” aus polizeilichen Datenbanken.
  • Wir fordern Gleichberechtigung und Akzeptanz von HIV-Positiven, Hepatitiden-Positiven sowie weiterer chronisch erkrankter Menschen in der Gesellschaft, insbesondere am Arbeitsplatz und im Gesundheitswesen; dazu fordern wir eine verstärkte Aufklärungs- und Antidiskriminierungsarbeit gegen Stigmatisierungen.
  • Wir fordern die anonyme Chipkarte und Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle!
  • Wir fordern eine menschenwürdige Grundabsicherung jenseits der Armutsgrenze und einen an die individuelle Leistungsfähigkeit angepassten Arbeitsmarkt mit entsprechenden Hinzuverdienstmöglichkeiten.
  • Angemessener Wohnraum im Herzen der Stadt für Menschen mit Behinderungen und chronisch Kranke muss bezahlbar bleiben: Kein Zwangsumzug aus dem sozialen Umfeld!
  • Wir fordern, dass die unangemessene Praxis, in Bewerbungsverfahren oder auch während des laufenden Arbeitsverhältnisses einen HIV-Test zu verlangen oder auch nur anzubieten, rechtlich unterbunden wird.


3. Akzeptanz bilden!

Nur durch die Förderung und ausreichende Finanzierung von Bildung sowie Aufklärung kann Akzeptanz gegenüber anderen Lebensentwürfen schon ab der Schule entstehen. Die umfassende Information aller Menschen unserer Gesellschaft ist zwingend notwendig, um einen Rollback zu verhindern und den Bestrebungen fundamentalistischer Kräfte entgegenzuwirken, andere Lebensentwürfe in Frage zu stellen. Wir fordern:

  • Schulen und andere Bildungseinrichtungen müssen diskriminierungs- und gewaltfreie Orte des Lernens sein!
  • Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sind Querschnittsthemen und müssen verbindlich in den Rahmenlehrplänen der Schulen verankert sein!
  • Die “Initiative sexuelle Vielfalt” (ISV) muss ausgebaut, fortgeführt und für die Zukunft gesichert werden.


4. Vielfalt sichtbar machen, Vielfalt wertschätzen – auch innerhalb der Community!

Sowohl in der Gesamtgesellschaft als auch in den LSBTI*-Communitys finden Diskriminierung und Ausgrenzung statt. Wir alle gehören vielen unterschiedlichen Gruppen gleichzeitig an und können gleichzeitig – auch mehrfach – in einigen Bereichen diskriminiert werden und in anderen privilegiert sein. Homophobie, Rassismus, Sexismus, Trans-, Inter-, Bi- und Lesbenfeindlichkeit, Diskriminierungen aufgrund von Alter, Sero-Status, Behinderungen, Aussehen, sozialem Status oder aus anderen Gründen müssen gesamtgesellschaftlich wie subkulturell thematisiert und überwunden werden.

  • Die Vielfalt von Lebensentwürfen ist nicht nur eine kulturelle Bereicherung, sondern auch Ausdruck der Grundwerte einer dynamischen demokratischen Gesellschaft.
  • Auch innerhalb der Community ist Vielfalt ein Gewinn: Miteinander statt gegeneinander!
  • Die Interessen von Identitäten jenseits des weißen, schwulen, gender-konformen Mannes müssen in der politischen Arbeit stärker berücksichtigt werden.
  • In der medialen Darstellung von Homosexualität müssen lesbische und bisexuelle Frauen sowie LSBTI* of Color stärker in den Vordergrund rücken.
  • Wir müssen gemeinsam aktiv gewaltfreie und diskriminierungsarme Räume schaffen.
  • Trans*-Sein muss entpsychopathologisiert, das Transsexuellengesetz unter Einbeziehung von Trans*-Menschen überarbeitet werden.
  • Geschlechtsnormierende Operationen an Intersexuellen vor deren Einwilligungsfähigkeit sind gesetzlich zu verbieten.
     

5. Keine Altersdiskriminierung!

Unterschiedliche Altersgruppen in der LSBTI*-Community sehen sich unterschiedlichen Herausforderungen ausgesetzt. Die gemeinsame Aufgabe ist, voneinander zu lernen, füreinander einzustehen und dem Vergessen der Geschichte entgegenzuwirken. Wir fordern darüber hinaus eine gesetzliche und politische Basis, auf der es sich den Anforderungen jüngerer und älterer LSBTI* entsprechend gut leben lässt.

  • Begegnungen zwischen Jung und Alt schaffen: Wir müssen den Austausch zwischen älteren und jungen LSBTI* verstärken, queere Medien und Publikationen für das Thema gewinnen und über Gewerkschaften und Parteien eine breite Öffentlichkeit finden.
  • Die nach § 175 des Strafgesetzbuchs Verurteilten sind zu rehabilitieren und zu entschädigen.
  • Jugendarbeitslosigkeit von LSBTI* bekämpfen: Wir fordern, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) publik zu machen und verstärkt einzusetzen sowie eine diskriminierungsfreie Öffnung des Arbeitsmarktes.
  • Altersarmut insbesondere von LSBTI* bekämpfen: Auskömmliche Rente für alle!


6. Refugees welcome!

Lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und inter* Flüchtlinge sind oft in einer besonders prekären Lage und brauchen unsere Unterstützung.

  • Es muss sicherer Wohnraum für lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und inter* Flüchtlinge geschaffen werden.
  • Die medizinische, psychologische und psychosoziale Versorgung von Menschen ohne Aufenthaltsstatus ist dauerhaft sicherzustellen.
  • Für Anhörungen vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge müssen kostenfreie Sprachmittler*innen zur Verfügung stehen, die in LSBTI*-Belangen geschult und sensibel sind.
  • Alle Menschen, die mit Flüchtlingen arbeiten (in Flüchtlings-Wohnheimen, Behörden usw.), müssen in LSBTI*-Belangen sensibilisiert und geschult sein.
  • Die Regelungen zu sogenannten “sicheren” Herkunftsländern müssen im Hinblick auf Sicherheit für LSBTI* und Frauen im Allgemeinen sowie im Hinblick auf eine notwendige medizinische Versorgung (z.B. von HIV-Positiven) überarbeitet werden.

 

In der nächsten zeit finden die folgenden Buchvorstellungen von "Queer und (Anti-)Kapitalismus" statt - in Rostock, Bonn und Berlin:

- 27.3.2014 um 19:30 Uhr, Rostock, Peter-Weiss-Haus
- 14.4.2014 um 20 Uhr, Bonn, Buchladen Le Sabot
- 22.5.2014 um 20:30 Uhr, Berlin, Buchladen Eisenherz, Motzstraße 23

Genaue Informationen: http://salihalexanderwolter.de/queer-und-anti-kapitalismus/

Informationen zum Buch:
Voß, Heinz-Jürgen / Wolter, Salih Alexander:
Queer und (Anti-)Kapitalismus
Schmetterling-Verlag
1. Auflage 2013 / 160 Seiten / 12,80 EUR
ISBN 3-89657-061-7
Klappentext und weitere Infos: http://www.schmetterling-verlag.de/page-5_isbn-3-89657-061-7.htm
Rezensionen: https://dasendedessex.de/erste-rezensionen-von-queer-und-anti-kapitalismus-fortlaufend-aktualisierte-rezensionsuebersicht/

Bitte unterschreiben! Es ist eine sehr wichtige Petition, die vielleicht zu einem Umdenken führen kann. Es handelt sich um eine lange bestehende und zentrale Unterbringung für psychisch kranke Menschen in Berlin. Diese Menschen sollen nun aus ihrer städtischen Umgebung / Lebenswelt gerissen werden und das obwohl die betreibende Gesellschaft den Verkehrswert für das Grundstück aufbringen würde - aber das Gebäude soll vom Eigentümer (100% landeseigen) an den Meistbietenden verkauft werden...

BITTE UNTERZEICHNEN und weiterleiten!

"Einrichtung für 40 psychisch kranke Menschen in Berlin-Schöneberg muss erhalten bleiben!"
(Petition nicht mehr online - das Streiten war erfolgreich.)