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Im November 2021 finden drei Fachtage zu Trans*, Inter* und Non-Binarität in (a) pädagogischen Berufen, (b) Gesundheitsberufen, (c) in Verwaltung und Polizei statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist es der Hochschule Merseburg möglich, im November 2021 drei hochkarätig besetzte Fachtage zu Trans*, Inter* und Non-Binarität in verschiedenen beruflichen Feldern auszurichten. Die Fachtage richten sich an Fachkräfte, Entscheidungsträger*innen, Studierende/Auszubildende und weitere Interessierte. Sie zielen einerseits auf den fachlichen Austausch, andererseits auf die Weiterentwicklung der jeweiligen Curricula der Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Information und Anmeldung zu den Fachtagen:

(1) Fachtag Geschlechtergerechte Pädagogik in universitären und schulischen Kontexten
Datum: 8.11.2021, findet online statt
Informationen: https://www.hs-merseburg.de/tinpaedagogik/

(2) Fachtag Geschlechtersensible und leitliniengerechte medizinische Versorgung und Pflege von trans-, intergeschlechtlichen und non-binären Personen
Datum: 22.11.2021, findet online statt
Informationen: https://www.hs-merseburg.de/tingesundheit/

(3) Fachtag Geschlechtergerechte Begleitung von trans-, intergeschlechtlichen und non-binären Personen durch Verwaltung und Polizei
Datum: 30.11.2021, findet online statt
Informationen: https://www.hs-merseburg.de/tinverwaltung-polizei/

Interessierte insbesondere aus den Berufsgruppen, aber auch darüber hinaus, sind herzlich eingeladen! Für Fragen ist das Vorbereitungsteam gern erreichbar, unter Mail: heinz-juergen.voss@hs-merseburg.de .

Mit Knef, Whinehouse und La Cage aux folles..., gesungen von Gerômina Castell, landen wir bei den Beiträgen des Buches „Westberlin – ein sexuelles Porträt“.

Mit: Gérômina Castell, Nora Eckert, Cihangir Gümüştürkmen, Peter Hedenström, Manfred Herzer-Wigglesworth, Wilfried Laule und Heinz-Jürgen Voß u.a.

Zeit: Freitag, 22. Oktober, 19:00 Uhr

Ort: Terzo Mondo (Grolmanstraße 28, 10623 Berlin)

Corona: Voraussetzung für die Teilnahme ist die 3G-Regel (vollständig geimpft, genesen oder aktuell getestet). Bitte bringen Sie den Nachweis mit.

Das Leben ist schön, auch wenn Covid Blessuren hinterließ, weiß die Castell. Sie bringt Chansons zu Gehör, die versinnbildlichen, was im Buch „Westberlin – ein sexuelles Porträt“ so fulminant geschrieben steht. Mit Knef, Whinehouse und La Cage aux folles..., gesungen von Gerômina Castell, landen wir so bei den Beiträgen des Buches „Westberlin – ein sexuelles Porträt“. Zur Buchvorstellung blicken Autor*innen zurück auf jenen Ort, wo sich türkische Transfrauen ebenso zu Hause fühlten wie lesbische Aktivistinnen. Hier war der Ort für politische Aktion und Ausschweifungen aller Art, inklusive schwulem Sex in der U-Bahn. Dabei soll die queere Geschichte nicht verklärt werden. So erschien Westberlin zwar einerseits als „Rettungsring“ – zugleich war die Stadt allein schon wegen AIDS Ort vieler tragischer Momente.

Nach der kurzweiligen Buchvorstellung gibt es Raum zur Diskussion.

Mit dabei sind:

Manfred Herzer-Wigglesworth, freier Schriftsteller und bester Kenner von Magnus Hirschfeld, mit zahlreichen Publikationen.

Wilfried Laule ist freier Künstler – Maler, Grafiker, Kunsterzieher – in Berlin; zahlreiche internationale Ausstellungen. Viele der Zeichnungen auf Flugblättern und in Broschüren der Schwulenbewegung stammen von ihm.

Peter Hedenström, Pionier der Schwulenbewegung, Mitbegründer der „Homosexuellen Aktion Westberlin“, des Verlags Rosa Winkel und der Buchhandlung Prinz Eisenherz.

Gérômina Castell, Vollplayback-Performerin, mit wechselnden Programmen auf den Berliner Bühnen zu sehen, u.a. am Deutschen Theater.

Cihangir Gümüştürkmen, interdisziplinärer Künstler, der genreüber­greifend arbeitet - von Malerei und Objektgestaltung bis hin zu Performance.

Nora Eckert, Autorin, früher Garderobenfrau im Chez Romy Haag, heute im Vorstand des Vereins TransInterQueer e. V. Berlin.

Heinz-Jürgen Voß, Herausgeber von „Westberlin – ein sexuelles Porträt“, Professor an der Hochschule Merseburg.

Studie der Hochschule Merseburg weist hohe Betroffenheit diversgeschlechtlicher und weiblicher Personen von Belästigungen und Vergewaltigungen nach.

Kürzlich wurde an der Hochschule Merseburg die PARTNER 5 Jugendstudie vorgestellt. Sie weist eine hohe Betroffenheit insbesondere diversgeschlechtlicher und weiblicher Personen von Belästigungen und Vergewaltigungen nach. Aber auch die Zahlen für Jungen und junge Männer sind alarmierend. Deutlich wird, dass ein Ausbau der Beratungs- und Unterstützungsstrukturen dringend erforderlich ist.

Die Studie

Die PARTNER 5 Jugendstudie wurde Anfang 2020 als Paper-Pencil-Befragung an Bildungseinrichtungen Sachsen-Anhalts begonnen und aufgrund der Corona-Pandemie als onlinebasierte Studie fortgeführt. Teilgenommen haben bundesweit 1.443 Personen. Die gültige Stichprobe umfasst die Antworten von 861 Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren, darunter 522 Mädchen/Frauen, 297 Jungen/Männer sowie 42 Personen mit diverser Geschlechtsidentität. Die „gültige“ Stichprobe ist geringer, weil nur die Angaben derjenigen Teilnehmenden eingegangen ist, die zwischen 16 und 18 Jahren waren und das Feld „Geschlecht“ ausgefüllt hatten. Insgesamt ergeben sich belastbare, also aussagekräftige Zahlen.

Es gibt eine Schwesternstudie – die PARTNER 5 Erwachsenenstudie, an der Personen zwischen 18 und 84 Jahre teilgenommen haben. Bei ihr konnten die Daten von 3.466 Personen ausgewertet werden, darunter 1.892 Frauen, 1.433 Männer und 141 Personen mit diverser Geschlechtsidentität.

Der Name PARTNER 5 verweist darauf, dass es sich um eine wiederkehrende Studie handelt – die erste fand im Jahr 1972 in der DDR statt –, sodass auch historische Vergleiche möglich sind. Es ist eine komplexe sexualwissenschaftliche Untersuchung, bei der sowohl positive Aspekte von Sexualität – Selbstbefriedigung, Nutzung von Sexspielzeug, gleich- und andersgeschlechtlicher Sex – als auch negative Aspekte wie Grenzverletzungen und sexualisierte Gewalt eine Rolle spielen. Da die Untersuchung vom Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt finanziert wurde, stand bei der ersten Auswertung das Thema Grenzverletzungen und sexualisierte Gewalt im Mittelpunkt.

Ergebnisse: Belästigung

Nahezu alle weiblichen und diversgeschlechtlichen Befragten haben Erfahrungen mit sexueller Belästigung gemacht, angefangen bei verbalen Belästigungen – Catcalling –, bis hin zu Berührungen und Stalking. Bei den Jungen und Männern haben zumindest 52 % (Jugendliche) bzw. 54 % (Erwachsene) vergleichbare Erfahrungen. Die folgende Abbildung zeigt ausgewählte Befunde für Jugendliche und Erwachsene weiblicher und diverser Geschlechtsidentität:

Abb. 1: Ergebnisse aus der PARTNER 5 Studie zu Belästigungserfahrungen.

Die Ergebnisse zu Belästigung zeigen an, wie verbreitet noch immer Belästigungen sind. Die Sensibilität für sie ist durch Kampagnen wie #metoo und #aufschrei gewachsen, gleichwohl bleibt viel zu tun.

Ergebnisse: Vergewaltigungsversuch

Die Angaben zu erlebten Vergewaltigungsversuchen und Vergewaltigungen sind alarmierend. In der PARTNER 5 Studie wurde konkret gefragt: „Haben Sie das Folgende erlebt? Jemand versuchte, mich zum Geschlechtsverkehr oder anderen sexuellen Handlungen zu zwingen.“ Diese Formulierung deckt den Straftatbestand der Vergewaltigung ab, ist aber so gewählt, dass Personen tatsächlich ihre Erfahrungen angeben und sich nicht durch den „groß“ wirkenden Begriff „Vergewaltigung“ abgeschreckt fühlen. Hier sind die Angaben wie folgt:

Abb. 2: Ergebnisse aus der PARTNER 5 Studie zu erlebtem Vergewaltigungsversuch.

Die Ergebnisse bestätigen schon für Jugendliche die wissenschaftlich bekannten Zahlen. Es gibt hohe Betroffenheiten von Vergewaltigung. Die Zahlen für diversgeschlechtliche Personen zeigen eine Belastung an, die noch höher als bei Mädchen und Frauen liegt. Aber auch die „geringen“ Zahlen für Jungen und Männer weisen auf Belastungen hin, die einer professionellen Beratung und Unterstützung bedürfen, die es vielerorts noch nicht gibt.

Ableitungen

Die Ergebnisse für diversgeschlechtliche Personen zeigen einen hohen Bedarf an Beratungs- und Unterstützungsangeboten an. Bislang gibt es hier kaum Beratungsstellen, die adäquat aufgestellt sind, um Unterstützung zu leisten. So können diversgeschlechtliche Personen auch in Fachberatungsstellen für Betroffene von sexualisierter Gewalt Diskriminierungen erfahren. Hier zeigt sich ein Bedarf an Fortbildungen! Aber insgesamt ist die Beratungs- und Unterstützungslandschaft im Themenfeld sexualisierte Gewalt noch gering: Unbedingt erforderlich wäre, dass in jedem Landkreis der Bundesrepublik eine Fachberatungsstelle vorhanden ist! Und sie muss auch sensibel für die Belange von diversgeschlechtlichen Personen und LSBTTIQ* sein. Diese wohnortnahe Fachberatungsstelle ist daher nötig, da Kinder und Jugendliche sich oft nur in einem begrenzten Radius bewegen können und Traumatisierte ihre eigene Umgebung benötigen, in der sie sich sicher fühlen. Sie können jeweils nicht erst zig Kilometer reisen, um Beratung in Anspruch zu nehmen und Unterstützung zu finden. 

Fragen zur Studie?

Die Ergebnisse der Studie finden sich umfassend hier: https://www.ifas-home.de/partner-5-jugenderhebung/ und https://www.ifas-home.de/partner-5-erwachsenensexualitaet-2020-21-primaerbericht-zu-sexuellen-grenzverletzungen-und-sexualisierter-gewalt/ .

Der Beitrag erschien zuerst im Oldenburger Magazin „Rosige Zeiten“ (Heft Nr. 190).

Herzliche Einladung zur Buchvorstellung und Diskussion von "Westberlin - ein sexuelles Porträt", mit: İpek İpekçioğlu, Gülşen Aktaş, Gérôme Castell, Cihangir Gümüştürkmen, Peter Hedenström, Koray Yılmaz-Günay, Manfred Herzer-Wigglesworth und Heinz-Jürgen Voß.

Herzliche Einladung zur Buchvorstellung und Diskussion von "Westberlin - ein sexuelles Porträt", mit: İpek İpekçioğlu, Gülşen Aktaş, Gérôme Castell, Cihangir Gümüştürkmen, Peter Hedenström, Koray Yılmaz-Günay, Manfred Herzer-Wigglesworth, Dieter Telge, Wilfried Laule und Heinz-Jürgen Voß

Zeit: Donnerstag, 16. September, 18:00 Uhr

Ort: HUZUR-Nachbarschafts­treffpunkt (Bülowstraße 94, 10783 Berlin)

Corona: Voraussetzung für die Teilnahme ist die 3G-Regel (vollständig geimpft, genesen oder aktuell getestet). Bitte bringen Sie den Nachweis mit.

Ausführliche Beschreibung:

Begriffe wie genderfluid und LGBTQI+ waren noch nicht erfunden – aber all das wurde in Berlin vor dem Mauerfall längst gelebt. Eben jenen Kosmos voller Möglichkeiten beschreibt nun das Buch „Westberlin – ein sexuelles Porträt“. Zur Buchvorstellung blicken Autor*innen des Bandes zurück auf jenen Ort, wo sich türkische Transfrauen ebenso zu Hause fühlten wie lesbische Aktivistinnen. Hier war der Ort für politische Aktion und Ausschweifungen aller Art, inklusive schwulem Sex in der U-Bahn. Dabei soll die queere Geschichte nicht verklärt werden. So erschien Westberlin zwar einerseits als „Rettungsring“ – zugleich war die Stadt allein schon wegen AIDS Ort vieler tragischer Momente.

Nach der kurzweiligen Buchvorstellung gibt es Raum zur Diskussion.

Mit dabei sind:

DJ Ipek aka. İpek İpekçioğlu, international erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete DJ, Produzentin, Kuratorin und Queer-Aktivistin.

Gülşen Aktaş, Leiterin der Seniorenfreizeitstätte Huzur, ausgezeichnet mit dem Verdienstorden des Landes Berlin.

Gérôme Castell – Gérômina –, Vollplayback-Performerin, mit wechselnden Programmen auf den Berliner Bühnen zu sehen, u.a. am Deutschen Theater.

Cihangir Gümüştürkmen, interdisziplinärer Künstler, der genreüber­greifend arbeitet - von Malerei und Objektgestaltung bis hin zu Performance.

Peter Hedenström, Pionier der Schwulenbewegung, Mitbegründer der „Homosexuellen Aktion Westberlin“, des Verlags Rosa Winkel und der Buchhandlung Prinz Eisenherz.

Koray Yılmaz-Günay, politischer Bildner, Publizist und Aktivist, der u.a. an der Gründung von GLADT und des Migrationsrates Berlin mitgewirkt hat.

Manfred Herzer-Wigglesworth, freier Schriftsteller und bester Kenner von Magnus Hirschfeld, mit zahlreichen Publikationen. 

Dieter Telge aka Edith Anstandt, ab 1976 vielfältig engagiert in schwulen Bewegungen der BRD, ab 1988 in Westberlin; ab 1981 engagiert in Aids-Selbsthilfebewegungen BRD/Westberlin; 1989-1990 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Westberlin.

Wilfried Laule ist freier Künstler – Maler, Grafiker, Kunsterzieher – in Berlin; zahlreiche internationale Ausstellungen. Viele der Zeichnungen auf Flugblättern und in Broschüren der Schwulenbewegung stammen von ihm.

Heinz-Jürgen Voß,  Herausgeber von „Westberlin – ein sexuelles Porträt“, Professor an der Hochschule Merseburg.

Der gebürtig Westberliner Salih Alexander Wolter rezensiert in den "Rosigen Zeiten" den eben erschienen Band "Westberlin - ein sexuelles Porträt", der an diesem Donnerstag (2.9.2021, 17:30 Uhr) in der Urania in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Der gebürtige Westberliner Salih Alexander Wolter rezensiert in den "Rosigen Zeiten" den eben erschienen Band "Westberlin - ein sexuelles Porträt", der an diesem Donnerstag (2.9.2021, 17:30 Uhr) in der Urania in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Salih Alexander Wolter stellt heraus:

Das große Verdienst des Bandes ist es, diese Erzählung von [schwul-lesbischer] Emanzipation im umzäunten Soziotop mit zwei anderen zu flankieren und damit auch zu relativieren, die sich dort gleichzeitig abspielten – und alle drei überschnitten einander punktuell, wenn auch aus heutiger Sicht nicht genug, um gemeinsam gesellschaftsverändernd werden zu können. Parallel zur schwul-lesbischen Sichtbarwerdung kam es in Westberlin nämlich zu einer bis heute international wirksamen Selbstverständigung der trans* Community [...] Das Gleiche gilt für die auch literarisch bestechenden Originaltexte von DJ İpek İpekçioğlu, die das Format Gayhane mit kreierte, den „Neuen Wilden“ Maler, Schauspieler und Bauchtänzer Cihangir Gümüştürkmen, Gladt-Mitbegründer Koray Yılmaz-Günay, der hier seine Kindheit in einer Art Kreuzberger Niemandsland schildert, u. a., die das von „uns“ seinerzeit viel zu wenig beachtete Wachsen einer queermigrantischen Szene beschreiben – selbst schuld, dass wir es dafür anschließend mit „Deutschland“ zu tun bekamen!

Insgesamt empfiehlt Salih Alexander Wolter die Lektüre, auch wenn er kritisch anmerkt, dass "es sinnvoll gewesen [wäre], wenn der Herausgeber in seiner Einleitung in ein, zwei Absätzen sachlich die besondere Situation dieses völkerrechtlich einmaligen Gebildes „Westberlin“ dargestellt hätte". Zur ganzen Rezension geht es hier: S. 34/34; bei der Buchvorstellung in der Urania könnt ihr und können Sie sich zudem ein Bild machen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen (es wird ein Eintritt verlankt)!

Anlässlich des CSD in Magdeburg hat sich verqueert.de den Koalitionsvertrag von CDU-SPD-FDP in Sachsen-Anhalt aus queerer Perspektive angesehen.

Anlässlich des CSD in Magdeburg hat sich verqueert.de den Koalitionsvertrag von CDU-SPD-FDP in Sachsen-Anhalt aus queerer Perspektive angesehen: Ein lesenswerter Beitrag. Er findet sich hier:

Der vorangegangene Blick auf die Wahlprogramme, ebenfalls von verqueert.de, findet sich hier: "Queer und LSBTIQ* in Sachsen-Anhalt: Was wollen die Parteien zur Landtagswahl?", https://verqueert.de/queer-und-lsbtiq-in-sachsen-anhalt-was-wollen-die-parteien-zur-landtagswahl/ .

Das queere Leben in Westberlin. Hier war der Ort für politische Aktion und Ausschweifungen aller Art, inklusive schwulem Sex in der U-Bahn.
© Danielle de Picciotto

Veranstaltung: Do, 2.9.2021, 17:30 Uhr, Urania Berlin (Präsenz-Veranstaltung!)

Begriffe wie genderfluid und LGBTQI+ waren noch nicht erfunden – aber all das wurde in Berlin vor dem Mauerfall längst gelebt. Eben jenen Kosmos voller Möglichkeiten beschreibt nun das Buch „Westberlin – ein sexuelles Porträt“. Zur Premiere blicken der Herausgeber und drei Autor*innen zurück auf jenen Ort, wo sich türkische Transfrauen ebenso zu Hause fühlten wie lesbische Aktivistinnen. Hier war der Ort für politische Aktion und Ausschweifungen aller Art, inklusive schwulem Sex in der U-Bahn. Dabei soll die queere Geschichte nicht verklärt werden. So erschien Westberlin zwar einerseits als „Rettungsring“ – zugleich war die Stadt allein schon wegen AIDS Ort vieler tragischer Momente.

Nora Eckert, Autorin, zuletzt „Ein transsexuelles Leben in Berlin“, früher Garderobenfrau im Chez Romy Haag, heute im Vorstand des Vereins TransInterQueer e. V. Berlin.

Peter Hedenström, Pionier der Schwulenbewegung, Mitbegründer der „Homosexuellen Aktion Westberlin“ (1971), des Verlags Rosa Winkel (1975) sowie der Buchhandlung Prinz Eisenherz (1978).

Manuela Kay, gebürtige Westberlinerin, Verlegerin, Herausgeberin und Autorin queerer Zeitschriften (L-MAG, Siegessäule). Sie macht sexpositive Filme und ist Mitorganisatorin des Pornofilmfestivals Berlin.

Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, Herausgeber von „Westberlin – ein sexuelles Porträt“, Professor für „Sexualwissenschaft und Sexuelle Bildung” am Institut für Angewandte Sexualwissenschaft an der Hochschule Merseburg.

Moderation: Dr. Brenda Strohmaier, Publizistin, Stadtsoziologin, Westdeutsche. Moderatorin und Organisatorin der Reihe „Sex Education“ in der Urania.

Vorgestellt wird das Buch "Westberlin - ein sexuelles Porträt", das Beiträge enthält von: Gülşen Aktaş, Bilbo Calvez, Gérôme Castell, Jayne County, Danielle de Picciotto, Nora Eckert, Egmont Fassbinder, Carolyn Gammon, Cihangir Gümüştürkmen, Peter Hedenström, Manfred Herzer-Wigglesworth, İpek İpekçioğlu, Susann Kaiser, Manuela Kay, Wilfried Laule, Katharina Oguntoye, Jayrôme C. Robinet, Dieter Telge und Koray Yılmaz-Günay.

Anlässlich von 60 Jahre Mauerbau diskutieren wir über die Sondersituation von Westberlin aus sexueller und geschlechtlicher Perspektive. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Vorgestellt wird das Buch "Westberlin - ein sexuelles Porträt". Es enthält Beiträge von: Gülşen Aktaş, Bilbo Calvez, Gérôme Castell, Jayne County, Danielle de Picciotto, Nora Eckert, Egmont Fassbinder, Carolyn Gammon, Cihangir Gümüştürkmen, Peter Hedenström, Manfred Herzer-Wigglesworth, İpek İpekçioğlu, Susann Kaiser, Manuela Kay, Wilfried Laule, Katharina Oguntoye, Jayrôme C. Robinet, Dieter Telge und Koray Yılmaz-Günay.

Die Mauer und Berlin: Diskussion zum Buch „Westberlin – ein sexuelles Porträt“, 13.08.2021, 17:30 bis 19:00 Uhr, Online (Zoom: der Link kommt nach der Anmeldung)
Informationen und Anmeldung: https://www.hs-merseburg.de/hochschule/information/veranstaltungen/details/veranstaltung/die-mauer-und-berlin-diskussion-zum-buch-westberlin-ein-sexuelles-portraet-848/ .

Am 13. August mit dabei sind Gérôme Castell, Manuela Kay, Nora Eckert, Egmont Fassbinder, Dieter Telge und Cihangir Gümüştürkmen. Sie diskutieren mit dem Herausgeber Heinz-Jürgen Voß und dem interessierten Publikum ihre Perspektiven auf Westberlin aus sexueller und geschlechtlicher Perspektive.

Vorstellung der Ergebnisse der Studie "Partner 5 Jugendliche": Erfahrungen mit Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt.

Sehr gern möchte ich Sie zur Vorstellung der Ergebnisse der Studie "Partner 5 Jugendliche" einladen. Die Studie wurde von der Hochschule Merseburg im Auftrag des Ministeriums für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt durchgeführt. Befragt wurden Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 18 Jahren.

Die Ergebnisvorstellung findet am Freitag, 30. Juli, 16:30 bis 18:00 Uhr DIGITAL (Zoom) statt. Weitere Informationen und Anmeldung hier: https://www.hs-merseburg.de/hochschule/information/veranstaltungen/details/veranstaltung/vorstellung-und-diskussion-der-ergebnisse-der-partner-5-jugendstudie-2021-zu-sexuellen-grenzverlet/ .

Vorgestellt werden insbesondere die Ergebnisse:

  • Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen: Ausgehend von Belästigung – z.B. Catcalling – bis hin zu widerfahrener Vergewaltigung;
  • Charakteristika des „belastendsten Erlebnis“: Deliktcharakteristika, Anzeigeverhalten und Wahrnehmung des Anzeigeverhaltens, (weiterer) Hilfe- und Unterstützungsbedarf, aktueller Leidensdruck;

In einem weiterführenden Ausblick werden darüber hinaus knapp Ergebnisse zur schulischen Sexualerziehung sowie – sexualwissenschaftlich erstmals – zur retrospektiven Erinnerung von „Doktorspielen“ umrissen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Ausstellungen zur Prävention von sexualisierter Gewalt können von Schulen und weiteren Einrichtungen ausgeliehen werden.

Prävention von sexualisierter Gewalt geht alle an! Im Zusammenhang mit der Kampagne „Schule gegen sexuelle Gewalt“, die in allen Bundesländern stattfindet, hat das Bundesland Sachsen-Anhalt zahlreiche Intitiativen auf den Weg gebracht. So können auch Ausstellungen zur Prävention von sexualisierter Gewalt von Schulen (und weiteren Einrichtungen, bspw. der Behindertenhilfe) ausgeliehen und als Teil der Prävention eingesetzt werden. Konkret können die folgenden Präventionsausstellungen ausgeliehen werden:

  • Ausstellung ECHT KLASSE! (fokussiert auf Kinder im Grundschulalter)
  • Ausstellung ECHT KRASS! (fokussiert auf Jugendliche)
  • Ausstellung ECHT STARK! (fokussiert auf Kinder und Jugendliche mit Förderbedarfen / Beeinträchtigungen)
  • Ausstellung ECHT MEIN RECHT! (für Jugendliche ab 16 Jahre und Erwachsene mit Förderbedarfen / Beeinträchitgungen)

Alle Ausstellungen sind multimedial und zielen auf die Kompetenförderung der Kinder, Jugendlichen bzw. auch jungen Erwachsenen. Zugleich ist jeweils eine Lehrkräfte- / Fachkräfte-Fortbildung und ein Elternabend für jede Schule bzw. Einrichtung, die die Ausstellung ausleiht, verpflichtend. Dabei wird Fachkräften auch Begleitmaterial zur Verfügung gestellt, mit dem Sie Inhalte der Ausstellungen im Unterricht thematisieren könne.

Informationen zu den verfügbaren Ausstellungen und zur Ausleihe gibt es: hier.