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Sehr gern weise ich auf die Veranstaltung #zur debatte# in der Kunsthalle Berlin hin. Sie findet am kommenden Dienstag, 6. Juni 2017, ab 17:30 Uhr statt. Mit dabei sind die Beiträge:

  • Vielfalt anerkennen, Debatten wertschätzend führen - Wege zu einer guten Diskussionskultur
    Heinz-Jürgen Voss
  • #direnayol (#resistayol) (Kanka Productions, 2016)
    Rüzgâr Buşki
  • How was your day? (Tal Iungman, 2016)
    Tal Iungman

Ausführliche Informationen finden sich hier. Alle Interessierten sind zur Veranstaltung herzlich eingeladen!

Bereits im Vorfeld führt die Siegessäule ein Gespräch unter dem Titel "Was fasziniert Schwule, Lesben oder Trans*menschen an der AfD?". Das Interview mit meinen Antworten findet sich hier.

Gerade von einer schönen Buchvorstellung von Zülfukar Çetins und meinem Buch aus Wien zurück. Es war schön bei Löwenherz! Und für alle, die lieber erst einmal ins Buch 'hineinhören' wollen, um es dann zu lesen, gibt es nun auch ein einführendes YouTube-Video:

Also gern sehen - und wer dann das Buch lesen und diskutieren mag, hat morgen (Mittwoch, 22.3.) in der Rosalinde in Leipzig und am Donnerstag (23.3.) in der Frauenkultur in Leipzig bei Buchvorstellungen zur Buchmesse Gelegenheit dazu.

 

Nach dem gelungenen Auftakt mit Hrn. Dr. Vobker im Oktober, findet am 1.11.2016 (Beginn 16:30 Uhr) an der Hochschule Merseburg (Theater am Campus) die zweite Veranstaltung der Ringvorlesung FEMPOWER „Technik und Geschlecht“ statt.

Zu Gast ist die Physikerin Prof. Dr. Helene Götschel. In ihrem Vortrag „Physik queer denken“ zeigt sie, wie sich gesellschaftliche Fragestellungen in Kontexten der Physik wiederfinden lassen. „Queer“ ist dabei im Sinne geschlechtlicher und sexueller Vielfalt und Offenheit zu verstehen. Götschel führt aus, dass sich Queer Theory nicht nur in den Wissenschaften vom Menschen, wie den Sozialwissenschaften oder der Biologie, anwenden lasse. Vielmehr mache es Sinn, grundsätzlich die Denkmuster Zweigeschlechtlichkeit und heteronormative Matrix zu erkennen. Dies ermöglicht, Physik queer zu denken, d.h. zu hinterfragen, wie diese eingeschränkten Denkmöglichkeiten unsere Weltbilder, unsere Vorstellungen der unbelebten Natur prägen. Was darunter zu verstehen ist und wozu es gut sein soll, Physik queer zu denken, wird im Vortrag anhand von Beispielen diskutiert. Beginn der Veranstaltung ist um 16:30 Uhr, im Theater am Campus (im Hauptgebäude der Hochschule).

Prof. Dr. Helene Götschel: Die studierte Physikerin ist Maria-Goeppert-Mayer Professorin für Gender in Ingenieurwissenschaften und Informatik an der Fakultät für Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik der Hochschule Hannover.

*Als weitere Veranstaltungen sind bereits fest:* Dr. Waltraud Ernst (15.12.2016, 16:30 Uhr, Vortrag: „Geschlecht und maschinelle Interaktion“) und Dipl.-Inf. Göde Both (17.1.2016, 16:30 Uhr, Vortrag: „Mensch-Maschine-Konfigurationen: Ist autonomes Fahren die ‚Entmannung des deutschen Autofahrers‘?“).

Das Projekt FEMPOWER, das neben der Ringvorlesung auch Maßnahmen zur Förderung von Promotionen von Frauen beinhaltet, wird aus Fördermitteln der Europäischen Union finanziert. Federführend liegt das Projekt bei der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschule Merseburg, der Ingenieurin Kathrin Stritzel; die Ringvorlesung wird inhaltlich und organisatorisch in Kooperation mit Andreas Kröner (HoMe-Akademie) und Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß (Fachbereich Soziale Arbeit. Medien. Kultur) durchgeführt.

Es handelt sich um eine öffentliche Veranstaltung - alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

PSY-Cetin-2549-v03.inddSehr gern weise ich auf die folgenden drei Veranstaltungen in Berlin hin, bei denen das Buch "Schwule Sichtbarkeit - schwule Identität: Kritische Perspektiven" gemeinsam von Zülfukar Çetin und Heinz-Jürgen Voß vorgestellt wird. (Informationen zum Buch finden sich hier hier ; eine sich erweiternde Übersicht erscheinender Rezensionen findet sich hier .

Die Buchvorstellungen:

[1] 18. November 2016, 19:00 Uhr, Schwules Museum (Lützowstraße 73, Berlin)
Vorstellung und Diskussion gleich von zwei Büchern. Zülfukar Çetin, Heinz-Jürgen Voß und Jule Govrin stellen ihre jeweils neu erschienen Bücher vor und diskutieren miteinander. Bücher: Zülfukar Çetin, Heinz-Jürgen Voß: "Schwule Sichtbarkeit - Schwule Identität. Kritische Perspektiven"; Jule Jakob Govrin: "Sex, Gott und Kapital. Houellebecqs Unterwerfung zwischen neoreaktionärer Rhetorik und postsäkularen Politiken".

[2] 19. November 2016, 17:00 Uhr, Trude Ruth (Flughafenstraße 38, Berlin)
Vorstellung des Buches "Schwule Sichtbarkeit - schwule Identität: Kritische Perspektiven" und Gesprächs- und Diskussionsmöglichkeit mit den Autoren Zülfukar Çetin und Heinz-Jürgen Voß.

[3] 16. Dezember 2016, 20:30 Uhr, Prinz Eisenherz Buchhandlung (Motzstraße 23, Berlin)
Zülfukar Çetin und Heinz-Jürgen Voß stellen ihr neues Buch "Schwule Sichtbarkeit - schwule Identität: Kritische Perspektiven" vor, das im Oktober im Psychosozial-Verlag erschienen ist. Während "Sichtbarkeit" und "Identität" auch heute noch vielfach als bedeutsam für die politischen Kämpfe Homosexueller um Anerkennung und Respekt gelten, weisen beide Autoren darauf hin, wie auf diese Weise auch "ein Ordnungsregime entsteht, das auf Geschlechternorm, Weißsein, Bürgerlichkeit und Paarbeziehung basiert". Dadurch entstehen Ausschlüsse gegen Queers of Color und Queers mit abweichenden Lebensentwürfen. Die Autoren erläutern die zwiespältige Bedeutung von "Anerkennung" und weisen auf nicht-identitäre Perspektiven hin. Buchvorstellung und Diskussion.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Vortrag „Was haben Naturwissenschaften mit Geschlecht(erforschung) zu tun?“ - im Rahmen der Ausstellung „Macht MINT“ an der Hochschule Merseburg

# Vortrag von Lisa Krall
# Zeit: 10.11.2015, 19:00 Uhr
# Ort: Hochschule Merseburg, Theater am Campus

Im Rahmen der Ausstellung „Macht MINT“, die bis zum 10. November 2015 an der Hochschule Merseburg (Foyer vor der Bibliothek) zu sehen ist, trägt am 10. November (19:00 Uhr) die Geschlechterforscherin Lisa Krall (Universität zu Köln) vor.

In ihrem Vortrag „Was haben Naturwissenschaften mit Geschlecht(erforschung) zu tun?“ setzt sie sich mit verschiedenen Verbindungslinien zwischen Naturwissenschaften und Geschlecht auseinander: Es geht dabei zunächst einmal um die Geschlechterverhältnisse und den Frauenanteil in naturwissenschaftlichen Forschungszusammenhängen und MINT-Fächern und um die Frage, wer hier zu welchen Themen forscht und Wissen produziert. Im Weiteren stehen direkt die Inhalte naturwissenschaftlicher Forschung zu Geschlecht im Fokus, um abschließend den Blick auf geschlechtliche Kodierungen zu lenken, die in der Forschung weniger sichtbar sind. Dabei geht es um Vorwissen, die selbstverständliche Einteilung von Untersuchungspersonen, um Begrifflichkeiten, Metaphern und Abbildungen. Lisa Krall gibt hier einen Überblick und erläutert mehrdimensional die Beteiligung der Naturwissenschaften an der von Geschlechterwissen.

Noch bis zum 10. November ist auch die Ausstellung „Macht MINT“ zu sehen, die Wissenschaftlerinnen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik vorstellt, die an der Universität Magdeburg tätig sind. Mit dem Projekt „Frauen in der Wissenschaft“ wurde an der Hochschule Merseburg ebenfalls ein Projekt auf den Weg gebracht, Frauen sichtbarer zu machen. Initiiert wurde es von der Gleichstellungsbeauftragten Kathrin Stritzel und Prof. Heinz-Jürgen Voß. Es zeigt sich, dass der Standort Merseburg ein einladender Ort für Studentinnen und für Frauen mit Karrierewunsch ist. Seit der Neugründung der Hochschule Anfang der 1990er Jahre wirkten und wirken hier 25 Professorinnen – im Vergleich zu insgesamt 8 Professorinnen zu DDR-Zeiten (darunter aber immerhin die Kernphysikern Lieselott Herforth [1916-2010], die später die erste [weibliche] Rektorin an einer deutschen Universität überhaupt [West und Ost] wurde – an der TU Dresden).

Gern weise ich auf die beiden folgenden Veranstaltungen in Berlin hin:

Lesung und Diskussion "Queer und (Anti-)Kapitalismus"
22. Mai 2014**, 20:30 Uhr, Berlin (Buchladen Eisenherz, Motzstraße 23)
"Wie aus einem Aufstand von Schwarzen Drag Queens und Trans* of Color aus der Arbeiterklasse die 'Erfolgsgeschichte' des weißen schwulen Mittelstandes wurde -- und warum sich wirkliche Emanzipation heute an den Queers orientieren sollte, die bisher leer ausgingen." Lesung und Diskussion mit Heinz-Jürgen Voß und Salih Alexander Wolter im Eisenherz Buchladen, Berlin-Schöneberg, Motzstraße 23, am Donnerstag, 22. Mai 2014, 20 Uhr 30. Eintritt: 5 €. Weitere Informationen: http://salihalexanderwolter.de/queer-und-anti-kapitalismus/

Buchvorstellung "Capricen: Momente schwuler Geschichte"
23. Mai 2014, **20:30 Uhr, Berlin (Buchladen Eisenherz, Motzstraße 23)
"Capricen - Momente schwuler Geschichte" ist eine Festschrift für den Berliner Historiker Manfred Herzer. Gefeiert wird eine jahrzehntelange fruchtbare Beschäftigung mit der Homosexuellengeschichte seit Magnus Hirschfeld. Es sprechen der Jubilar sowie die Buchautoren Marita Keilson-Lauritz, Rüdiger Lautmann, Florian Mildenberger, Heinz-Jürgen Voß und Wolfgang von Wangenheim. Weitere Informationen: http://www.prinz-eisenherz.com/index.php?article_id=3

Da weiterführende Debatten zur Verbindung von Queer und Kapitalismuskritik sehr notwendig sind, ist es sehr schön, dass audioarchiv.blogsport.de einen diesbezüglichen Vortrag mitgeschnitten und zugänglich gemacht hat.

Der Vortrag "Queer & Kapitalismuskritik" ("Geschlecht und kapitalistische Produktionsweise") fand im Rahmen der von der AG queer Weimar organisierten Veranstaltungswoche zum Internationalen Tag gegen Homophobie statt.

Hier kann man sich den Vortrag herunterladen und anhören.

Zur gesellschaftlichen Konstruktion von biologischem Geschlecht - Heinz-Jürgen Voß from Schwulenreferat Gießen on Vimeo.

(Die gezeigten Folien werden jeweils eingeblendet.) Herzlichen Dank nach Gießen!

Das eingehende Buch zum Thema: "Geschlecht: Wider die Natürlichkeit" (in der Reihe theorie.org; 180 Seiten, 10 EUR, ISBN 3896576631). Eine Übersicht der Rezensionen (zugänglich jeweils im Volltext) findet sich hier. Ebenfalls erschienen: "Making Sex Revisited: Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive" (Transcript Verlag; 466 Seiten, 34,80 EUR, ISBN 3896576631). Zahlreiche Rezensionen (meist im Volltext) finden sich hier.