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Am heutigen Sonntag (13. Mai) ist Professor Kurt Starke 80 Jahre als geworden. Wir gratulieren an dieser Stelle ganz herzlich – und freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte! Kurt Starke hat seit 1972 die Jugendsexualitätsstudien in der DDR bzw. anschließend in Ostdeutschland durchgeführt, die in längeren Abständen die jeweils aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen rund um das Thema Sexualität erhoben. 1972, 1980, 1990 und 2013 lieferten sie ein „grandioses Monitoring sexualkultureller Entwicklung“, wie Konrad Weller und Gustav-Wilhelm Bathke in Ihrer Würdigung für Kurt Starke in der Leipziger Volkszeitung schreiben. Und weiter:

„Die Liste seiner empirischen Forschungen hat Kinseysche Dimension […]. Es sind mehr als 40 zumeist quantifizierende Fragebogenstudien, darunter allein 25 zu Liebe und Partnerschaft, Hetero- und Homosexualität, zu Familienplanung, zu Aids, zu Pornografie.“ (Ebd.)

Und auch aktuell trägt Kurt Starke zur Fortentwicklung der Sexualwissenschaft bei, so mit dem Beitrag „Sexualität im mittleren Lebensalter“ im viel beachteten „Dritten deutschen Männergesundheitsbericht – Sexualität von Männern“ (2017) und seinem aktuellen Buch „Varianten der Sexualität. Studien in Ost- und Westdeutschland“, das die sexualwissenschaftlichen Forschungsergebnisse der letzten Jahre und Jahrzehnte reflektiert (2017).

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
Heinz-Jürgen Voß und das Team vom IFAS

-    Zeit: 22. Mai 2018, 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr
-    Ort: Hochschule Merseburg (Gartenhaus, Eberhard-Leibnitz-Str. 2)

Silas Schmidt von Wymeringhausen trägt aktuell mit seinen*ihren Beiträgen zur Ausstellung „generell frisch“ im Kulturhistorischen Museum Schloss Merseburg zu einer offenen und toleranten Stadt Merseburg bei. Fokussiert auf schwule Inhalte - insbesondere Cruising - eröffnet der*die Künstler*in Reflexionsräume für schwule Kultur. Einige Reaktionen aus dem Museum sorgten für Aufmerksamkeit. Entrüstet über die als vulgär empfundene Sprachwahl in den Exponaten und die Darstellung auch erigierter Penisse verwendete eine Mitarbeiter*in des Museums mehrfach den Begriff „abartig“ in Bezug auf die gezeigten Exponate. Medial hat sich darauf hin eine Diskussion entfacht, die überregional und regional wirkte.

Aber worum geht es eigentlich? Und was können wir als produktiven Ertrag für unseren Landkreis und unsere Stadt Merseburg aus der Debatte ziehen? Dazu findet an der Hochschule Merseburg eine Diskussionsveranstaltung statt, die sich mit der Debatte um die Exponate „Cruising“ von Schmidt von Wymeringhausen befasst. Eingeladen hat Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, Professor für Sexualwissenschaft und Sexuelle Bildung an der Hochschule, alle Beteiligten – und darüber hinaus weitere Personen, die zur Debatte beitragen können:

Als Diskussionspartner*innen sind eingeladen bzw. haben bereits zugesagt: Der Künstler Silas Schmidt von Wymeringhausen (zugesagt), Heiner Schulze vom Schwulen Museum* in Berlin (zugesagt), ein*e Vertreter*in des Kulturhistorischen Museums Schloss Merseburg bzw. des Landkreises (angefragt), ein*e Vertreter*in des Berufsverbandes Bildender Künstler Sachsen-Anhalt (angefragt).

Bei der Veranstaltung soll es darum gehen, (a) unterschiedliche Positionen zu Kunstwerken auszuhalten und (wertschätzend) miteinander ins Gespräch zu bringen, (b) Freiheiten und Möglichkeiten der Kunst zu diskutieren und (c) auch auf die Sprachwahl in einer auch einmal „derb“ geführten Auseinandersetzung zu schauen. Auch in der Ablehnung von Werken und Positionen können einmal Begriffe fallen, wie „scheußlich“, „unangemessen“, „vulgär“ o.ä. – hingegen sind in Deutschland noch immer allzu rasch nazistische Begriffe wie „abartig“ bei der Hand, deren nazistische Prägung der Dresdner Romanist Victor Klemperer in seinem Band LTI („Lingua tertii imperii“, dt. „Die Sprache des Dritten Reiches“) aufgezeigt hat, ein Band der immerhin zu DDR-Zeiten Pflichtlektüre an Schulen war.

Bei der Veranstaltung wird es um gewinnenden Austausch gehen. Nach einer Diskussion auf dem Podium haben auch Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich in die Diskussion einzubringen. Ziel ist, dass wir alle etwas mit der Debatte gewinnen können.

In gewissem Maße als „Warm-up“ findet bereits eine Woche zuvor, am 16. Mai um 12:40 Uhr (bis 13:20 Uhr), die bereits seit längerem von der Hochschule Merseburg angekündigte  Lunch lecture mit dem Titel "'Auf der Suche nach einer verrufenen Klappe...' Von Klappen (Klappensex) und heutigem queeren Widerstand" statt, bei der Heinz-Jürgen Voß über neuste Erkenntnisse zur schwulen Klappenkultur referiert.

„Familie ist, wo Kinder sind.“ [1] – Hätte man solch einen reaktionären Familienbegriff vielleicht gerade noch bei der bayrischen Staatskanzlei vermutet, so findet man ihn nun ausgerechnet als ersten Satz einer Pressemitteilung des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland (LSVD) zum „Regenbogenfamilientag“. Dass sich gerade lesbische und schwule Lebensverhältnisse in vielen Fällen nicht auf Kinder beziehen, hier aber in großem Maße Verantwortung füreinander übernommen wird, taucht in der Vorstellung des LSVD gar nicht auf. Vergessen scheinen die Ansätze lesbischer und schwuler Kämpfe und die in den vergangenen 25 Jahren erarbeiteten Konzepte.

Selbstverständlich ist es wichtig, wie der LSVD es formuliert, dass Kinder aus Regenbogenfamilien gesellschaftlich gleichberechtigt anerkannt werden, und auch ist die Forderung im Kontext der bestehenden rechtlichen Regelungen logisch und konsequent, dass – wie in der heterosexuellen Ehe – auch in der gleichgeschlechtlichen Ehe der_die zweite Ehepartner_in automatisch als erziehungsberechtigtes, „leibliches“ Elternteil gilt. Deshalb sollten aber nicht sämtliche emanzipatorischen Ansätze aus dem Familien-Begriff getilgt werden. Ehemals war emanzipatorisch Familie so definiert worden:

„Familie ist im wirklichen Leben das Netzwerk an zwischenmenschlichen Beziehungen, in dem man Geborgenheit, Fürsorge, Unterstützung, Zusammengehörigkeit und Austausch erfährt. Wer zu dieser ‚Wohlfühlgemeinschaft‘ gehört, bestimmt jede und jeder für sich selbst. So können z.B. die biologischen Verwandten dazugehören, müssen es jedoch nicht.“ [2]

…so hieß es schon 1998 in einer entsprechenden Positionierung des Arbeitskreises Feministische Politik der PDS-Bundestagsgruppe. Der Bundesverband Homosexualität hatte schon 1995 weitreichende Forderungen vorgestellt, um die vielfältigen Lebensverhältnisse von Schwulen und Lesben im Sinne eines Baukastenmodells abzubilden. Zu Grunde lag die Feststellung, dass Lesben und Schwule oft gerade nicht in Zweierbeziehungen, sondern in Netzwerken miteinander leben und es entsprechend nötig ist, Krankenhausbesuchs- und Hinterbliebenenrecht sowie beispielsweise Zeugnisverweigerungsrecht mit mehreren Personen zu regeln. Damals war auch das Wohnrecht ein gravierendes Problem, da oft der Mietvertrag nach dem Tod des_der Vertragsinhaber_in für die andere(n) mitwohnende(n) Person(en) keinen Bestand hatte.

Der Bundesfrauenrat von Bündnis 90 / Die Grünen definierte im Jahr 2007 ebenfalls Familie in einem emanzipatorischen Sinne, um vielfältige Verantwortungsverhältnisse abzubilden:

„Aus grüner Sicht ist klar: Familie ist da, wo Kinder sind und wo in verbindlichen Beziehungen Verantwortung füreinander übernommen wird. Familie wird in den verschiedensten Konstellationen gelebt und alle, egal, ob Eineltern-, Regenbogen- oder Patchwork-Familien, brauchen die Unterstützung und Solidarität der Gesellschaft.“ Der Bundesfrauenrat setze sich dabei „für eine gleichstellungsorientierte, emanzipative und nachhaltige Familienpolitik ein, die alle Menschen, die für- und miteinander Verantwortung übernehmen, in den Mittelpunkt stellt und nicht bestimmte Familienmodelle oder Rollenbilder.“ [3]

Ganz ähnlich wie nun bei den Grünen (2007) hieß es übrigens auch in den Wahlprogrammen zur Bundestagswahl 2017, wo von SPD, Bündnis 90 / Die Grünen und Die Linke Familie als etwas definiert wird, „wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen“ [4].

Und einen weiteren zentralen Punkt in Bezug auf das Wohlergehen in ehelichen Beziehungen hat der LSVD weiterhin nicht im Blick, obwohl er das „Abstammungsrecht“ in seiner Pressemitteilung kritisch diskutiert. So ist in ehelichen Beziehungen durch das Ausländer- und somit auch das Abstammungsrecht der_die Partner_in ohne deutschen Pass dem_der deutschen Partner_in ausgeliefert, selbst wenn diese_r extrem gewalttätig ist. Georg Klauda kritisierte das bereits 2000 äußerst klar. Durch die (Homo-)Ehe werde, in Verbindung mit dem entsprechenden Paragraph 19 des Ausländergesetzes

„eine bis ins antike Extrem einer hausväterlichen Gewalt über Leben und Tod gesteigerte Abhängigkeit für den ausländischen Partner“ erreicht; der ‚deutsche Massa‘ könne „seineN ausländischeN GeliebteN jederzeit mit Beendigung der Beziehung und also mit sofortiger Abschiebung durch die deutsche Exekutivgewalt bedrohen.“ [5]

Eine emanzipatorische Politik ist dringend nötig und möglich. Schon 1996 hieß es in der Zeitschrift Spiegel „Die ‚beglaubigte Partnerschaft‘, wie vom Bundesverband Homosexualität gefordert [,…] wird als Lösung nun immer wahrscheinlicher.“ [6] Es kam dann anders, auch weil ein zentraler Homoverband – der LSVD – sich gegen die Interessen von Lesben und Schwulen, wie sie etwa in der Studie vom Bundesministerium für Justiz (2001) deutlich wurden, für die „Eingetragene Lebenspartnerschaft“, also ein besonderes, der Ehe nachempfundenes Sondergesetz für lesbische und schwule Paare eingesetzt hatte. Damals – und heute für den Familienbegriff – verkommt der LSVD zum (konservativen) Herzschrittmacher eines „trotz großer Reformversuche hoffnungslos veraltet[en]“ [6: Der Spiegel 1996: 78] Bürgerlichen Gesetzbuchs.

Heinz-Jürgen Voß

 

[1] Pressemitteilung des LSVD: „Familien- und Kindeswohl stärken, Familien- und Abstammungsrecht modernisieren“, vom 4. Mai 2018.

[2] Zitiert nach: Stedefeldt, Eike (1998): Ihre Vermählung geben bekannt… Der Abschied von der emanzipatorischen Lebensformenpolitik. In: Stedefeldt, Eike: Schwule Macht – oder: Die Emanzipation von der Emanzipation. Berlin: Elefanten Press. S. 11-40.

[3] Beschluss des 2. Ordentlichen Bundesfrauenrates von Bündnis 90 / Die Grünen: „Für eine gleichstellungsorientierte und geschlechtergerechte Familienpolitik“, 2007. Online: https://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Beschluesse/Familie-geschlechtergerechte-Familienpolitik-Beschluss-FR-Berlin-10-2007.pdf (Zugriff: 5.5.2018).

[4] Verqueert.de: „Zeit für neue Verwandtschaften! – die Parteien zur Bundestagswahl“, 2017. Online: https://verqueert.de/zeit-fuer-neue-verwandtschaften-die-parteien-zur-bundestagswahl/ (Zugriff: 5.5.2018).

[5] Klauda, Georg (2000): Vernunft und Libertinage. In: Bubeck, Ilona (Hg.): Unser Stück vom Kuchen? Zehn Positionen gegen die Homo-Ehe. Berlin: Querverlag. S. 43-56.

[6] Der Spiegel (1996): Wozu die Quälerei? Beziehung, ja – Ehe lieber nicht. Der Spiegel, 43 (1996): 78-101. Online: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9108027.html  (Zugriff: 5.5.2018).

[7] Buba, Hans P. / Vaskovics, Laszlo A. (2001): Benachteiligung gleichgeschlechtlich orientierter Personen und Paare. Studie im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz. Saarbrücken: Saarbrücker Druckerei und Verlag GmbH.

[X] Siehe auch: Voß, Heinz-Jürgen (2013): Homo-Ehe oder Solidaritätsvertrag? In: PROKLA - Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft, 173 (43. Jahrgang, Nr. 4): 615-629. Online: https://heinzjuergenvoss.de/Voss_2013_Homo-Ehe_Solidaritaetsvertrag_.pdf (Zugriff: 5.5.2018).

 

Im Psychosozial-Verlag erscheinen die beiden zentralen sexualwissenschaftlichen Buchreihen in der Bundesrepublik Deutschland: Die deutlich ältere ist die Reihe "Beiträge zur Sexualforschung", die von der Hamburger Sexualforschung verantwortet wird. Innovativ hinzugekommen ist die Reihe "Angewandte Sexualwissenschaft", deren Redaktion in der Merseburger Sexualwissenschaft angesiedelt ist. Eine Broschüre des Psychosozial-Verlags stellt jetzt die zentralen Bände vor, aus denen auch die Bedeutung abzulesen ist, was "Sexuelle Revolution" bedeuten könnte. Einen Blick in die Broschüre gibt es hier - Broschüre als PDF-Datei.

 

Silas Schmidt von Wymeringhausen trägt aktuell mit seinen*ihren Beiträgen zur Ausstellung "generell frisch" im Kulturhistorischen Museum Schloss Merseburg zu einer offenen und toleranten Stadt Merseburg bei. Fokussiert auf schwule Inhalte - insbesondere Cruising - eröffnet der*die Künstler*in Reflexionsräume für schwule Kultur. Einige Reaktionen aus dem Museum sorgten für Aufmerksamkeit - und weisen auf eine eher befremdliche, intolerante Sicht hin - siehe hier, bei Queer.de.

Da Merseburg auch meine Stadt ist und ich mich seit Jahren - u. a. an der dortigen Hochschule, aber auch in der städtischen Zivilgesellschaft - für Toleranz und Akzeptanz und gegen Homofeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus einsetze, ist es mir ein Anliegen, hier eine produktive Klärung herbeizuführen. Merseburg hat einiges vorzuweisen - u. a. den einzigen konsekutiven sexualwissenschaftlichen Studiengang in der Bundesrepublik! Auch das Kulturhistorischen Museum Schloss Merseburg hat sich immer wieder für Offenheit und Toleranz eingesetzt, so dass mich die aktuelle Reaktion sehr überrascht. Es würde mich sehr freuen, wenn eine moderierte Diskussion mit den Beteiligten stattfinden würde.

Passend zur Ausstellung von Silas Schmidt von Wymeringhausen findet aktuell an der Hochschule Merseburg übrigens die folgende Veranstaltung statt:

16.5.2018, 12:30 bis 13:15 Uhr: "'Auf der Suche nach einer verrufenen Klappe...' Von Klappen (Klappensex) und heutigem queeren Widerstand"

Ausgehend von Betrachtungen zur Klappenkultur in Westberlin – und ihre Beurteilung durch Aktivist*innen aus anderen europäischen Ländern, etwa durch Guy Hocquenghem – wendet sich der Sexualwissenschaftler Heinz-Jürgen Voß (Hochschule Merseburg) aktuellen bedrohlichen gesellschaftlichen Entwicklungen zu. Er schildert, wie rechte Strömungen zunehmend Diskurse bestimmen, und verweist – unter anderem in Anschluss an die lesbische Aktivistin Jutta Oesterle-Schwerin – darauf, dass unter dem Deckmantel aktueller gesellschaftlicher Normierungen neue (gewalttätige) Restriktionen eingeführt werden. Voß fragt und stellt zur Diskussion: Wie können wir etwa den von Hubert Fichte positiv geprägten Begriff „Verschwulung“ behaupten – gegen „unsere“ eigene Geschichtsvergessenheit und gegen rechte Vereinnahmung?

Heinz-Jürgen Voß

Sehr gern weise ich auf das gerade erschienene Buch "Queere (Un-)Sichtbarkeiten. Die Geschichte der queeren Repräsentationen in der türkischen und deutschen Boulevardpresse" von Yener Bayramoğlu hin. Es ist sehr lesenswert - ich habe es gerade für soicalnet.de rezensiert:

Der vorliegende Band beschäftigt sich mit den Darstellungen von LSBTI* (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter*) in deutschen und türkischen Boulevardmedien. Yener Bayramoğlu hat dazu die Tageszeitungen „Bild“ (Deutschland) und „Hürriyet“ (Türkei) auf relevante Inhalte zu Genderambiguität, Lesben, Trans* und Schwulen ausgewertet. Die Ergebnisse stellt er vergleichend dar und ordnet sie theoretisch in die Forschungen zu Sichtbarkeit / Unsichtbarkeit ein.

Zur Rezension gehts: hier.

Hinterfragen von Geschlechternormen, Stereotypen wie auch die Vorstellung der Zweigeschlechtlichkeit des Menschen macht auch vor der Grundschule nicht halt. Somit sind die dort tätigen Lehrer_innen gefordert, sich Gedanken um die Erweiterung ihres Unterrichtes zu machen. Angesichts von fehlenden Kenntnissen und kaum vorhandenem Material stehen sie vor einer enormen Herausforderung. Livestream des Vortrags von Prof. Dr. phil. Heinz-Jürgen Voß, produziert durch das Medienkompetenzteam der Hochschule Merseburg.

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Gern weise ich auf die Sendung "Junge oder Mädchen? Warum es mehr als zwei Geschlechter gibt" der WDR-Reihe "Quarks & Co" hin. Dort werden u.a. einige aktuelle Erkenntnisse der Biologie zur Geschlechtsentwicklung und insbesondere die soziale Bedeutung von Geschlechterbetrachtungen vorgestellt. Aus dem Ankündigungstext:

Wir lassen uns einfach in "männlich" und "weiblich" einteilen? Das denken wir – stimmt aber nicht! Was unser Geschlecht ausmacht, ist vielfältig: Hormone, Chromosomen, Anatomie, Geschlechtsorgane oder unser Gehirn. Dabei gibt es Variationen – so häufig, dass immer mehr Forscher das Geschlecht als Kontinuum betrachten, auf dem "weiblich" und "männlich" nur die Endpole sind. Aber was bedeutet das für uns? Autor/-in: Jakob Kneser, Dirk Gilson, Anke Rau, Angela Sommer, Georg Wieghaus, Pina Dietsche

Der Link zur Sendung findet sich hier. Sie kann auch als mp4-Format direkt für die Lehre heruntergeladen werden.

Nach den eröffnenden Präsentationen in Zürich, Leipzig und Berlin stehen die folgenden Buchvorstellungen des Buches „Die Idee der Homosexualität musikalisieren: Zur Aktualität von Guy Hocquenghem“ an. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen:

Berlin:

  • 2. Juni, 20:00 Uhr, im Rahmen der Linken Buchtage 2018, Ort: Gneisenaustr. 2a
  • 13. Juli, Buchhandlung Eisenherz, organisiert von BleuBlancRose

Wien: 28. Mai, Buchhandlung Löwenherz

Dresden: 1. Juni, im Rahmen der CSD-Veranstaltungen, organisiert von Gerede e.V.

Oldenburg: 4. Juni, organisiert vom FemRef der Uni Oldenburg

Essen: 5. Juni, organisiert von FUMA Fachstelle Gender & Diversität NRW

Merseburg: 6. Juni, im Rahmen der Lunch Lecture

Weitere Veranstaltungen in anderen Orten zielen auf Biologie und Geschlecht, Intergeschlechtlichkeit und pädagogische Praxis, Queer und Kapitalismuskritik sowie Diskussionskultur und offene Ansätze zur Betrachtung vom gleichgeschlechtlichem Sex. In den Orten: Zürich, Tübingen, Chemnitz, Dresden, Erlangen, Regensburg, Halle, Merseburg, Heidelberg und weitere.

[aktualisiert am: 6.8.2018]

Gern weise ich auf die erschienenen Besprechungen des Buches "Die Idee der Homosexualität musikalisieren: Zur Aktualität von Guy Hocquenghem" sowie ausgewählte weitere Beiträge zum Buch hin. Die Liste wird in loser Folge aktualisiert.

Den Auftakt bildet eine Besprechung, verbunden mit einem Interview, bei Coloradio Dresden. Die Sendung kann hier angehört werden: Link zur Sendung bei freie-radios.net.

Eine ausführliche Würdigung des Bandes liefert Hauke Branding (Helmut-Schmidt-Universität, Fakultät für Maschinenbau) bei socialnet.de. Dort hält er als Fazit unter anderem fest: "Das große Verdienst dieses Bandes ist es, Guy Hocquenghem wieder in die Debatte einzuführen und die Aktualität seiner Überlegungen zu diskutieren." Zur vollständigen Rezension bei socialnet.de.

Prof. Dr. Kurt Starke besprach das Buch in der Fachzeitschrift "Sexuologie". In seiner ausführlichen Rezension führt er unter anderem aus: "Inspiriert von dieser geistreichen Schrift könnte man bei Musikalisieren und Musizieren an das Eindeutige und das Vieldeutige der Musik denken, an das Verbindende und das Trennende, an das Gedachte und Gefühlte, an die Träumerei und die erfüllten Wünsche, an das unernste Vergnügen und das vergnüglich Ernsthafte im Sinne eines Res severa verum gaudium. [...] Die Einzelbeiträge des Buches [von Rüdiger Lautmann, Norbert Reck und Guy Hocquenghem] sind von zwei kenntnisreichen Texten des Herausgebers Heinz-Jürgen Voß gerahmt. Im einleitenden Beitrag führt Voß behutsam an das zu erwartende Leseabenteuer heran. [...] Das Buch ist Band 11 der Reihe 'Angewandte Sexualwissenschaft'. Hoffentlich folgen weitere Bände dieser Qualität." (Sexuologie, Bd. 25/2018, Heft 1-2, S.103-105)

Prof. Dr. Florian Mildenberger hat den Band in der sexualwissenschaftlichen Zeitschrift "Sexuologie" besprochen. Er schreibt unter anderem: "Der erste Teil des Titels lässt zunächst eine Discografie der Pet Shop Boys vermuten, doch dieser Sammelband entpuppt sich bei genauerer Lektüre als ein vorzüglicher Ansatz, um einen im Windschatten Foucaults bereits vergessenen französischen Vordenker einer kritischen Homoforschung interessierten Lesern in Erinnerung zu rufen." (Sexuologie, Bd. 25/2018, Heft 1-2, S.105f)

Und hier findet sich ein Videomitschnitt einer Buchvorstellung:

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