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In der aktuellen Ausgabe der sexualwissenschaftlichen Fachzeitschrift "Sexuologie" sind gleich zwei sehr würdigende Besprechungen des Buches "Die Idee der Homosexualität musikalisieren: Zur Aktualität von Guy Hocqueghem" erschienen.

Prof. Dr. Kurt Starke führt dort unter anderem aus: "Inspiriert von dieser geistreichen Schrift könnte man bei Musikalisieren und Musizieren an das Eindeutige und das Vieldeutige der Musik denken, an das Verbindende und das Trennende, an das Gedachte und Gefühlte, an die Träumerei und die erfüllten Wünsche, an das unernste Vergnügen und das vergnüglich Ernsthafte im Sinne eines Res severa verum gaudium. [...] Die Einzelbeiträge des Buches [von Rüdiger Lautmann, Norbert Reck und Guy Hocquenghem] sind von zwei kenntnisreichen Texten des Herausgebers Heinz-Jürgen Voß gerahmt. Im einleitenden Beitrag führt Voß behutsam an das zu erwartende Leseabenteuer heran. [...] Das Buch ist Band 11 der Reihe 'Angewandte Sexualwissenschaft'. Hoffentlich folgen weitere Bände dieser Qualität." (Sexuologie, Bd. 25/2018, Heft 1-2, S.103-105)

Es schließt sich die Besprechung von Prof. Dr. Florian Mildenberger an, der wie folgt urteilt: "Der erste Teil des Titels lässt zunächst eine Discografie der Pet Shop Boys vermuten, doch dieser Sammelband entpuppt sich bei genauerer Lektüre als ein vorzüglicher Ansatz, um einen im Windschatten Foucaults bereits vergessenen französischen Vordenker einer kritischen Homoforschung interessierten Lesern in Erinnerung zu rufen."

Die vollständigen Rezensionen finden sich in der "Sexuologie" (Bd. 25/2018, Heft 1-2, S.103-106).

Und hier geht es zu den bisher erschienenen Rezensionen.

Hocquenghem gilt als Vordenker der Queer Theorie - und er ist ein wichtiger Schwulenaktivist, der in Frankreich aktiv war und sich auch deutlich zu den schwulen Aktivitäten in Westberlin und der BRD positionierte. Mitschnitt des Vortrags von Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, vom 6. Juni 2018, gehalten an der Hochschule Merseburg:

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Infos zum Buch: hier .

Übersicht über erschienene Rezensionen: hier .

Hinterfragen von Geschlechternormen, Stereotypen wie auch die Vorstellung der Zweigeschlechtlichkeit des Menschen macht auch vor der Grundschule nicht halt. Somit sind die dort tätigen Lehrer_innen gefordert, sich Gedanken um die Erweiterung ihres Unterrichtes zu machen. Angesichts von fehlenden Kenntnissen und kaum vorhandenem Material stehen sie vor einer enormen Herausforderung. Livestream des Vortrags von Prof. Dr. phil. Heinz-Jürgen Voß, produziert durch das Medienkompetenzteam der Hochschule Merseburg.

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Nach den eröffnenden Präsentationen in Zürich, Leipzig und Berlin stehen die folgenden Buchvorstellungen des Buches „Die Idee der Homosexualität musikalisieren: Zur Aktualität von Guy Hocquenghem“ an. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen:

Berlin:

  • 2. Juni, 20:00 Uhr, im Rahmen der Linken Buchtage 2018, Ort: Gneisenaustr. 2a
  • 13. Juli, Buchhandlung Eisenherz, organisiert von BleuBlancRose

Wien: 28. Mai, Buchhandlung Löwenherz

Dresden: 1. Juni, im Rahmen der CSD-Veranstaltungen, organisiert von Gerede e.V.

Oldenburg: 4. Juni, organisiert vom FemRef der Uni Oldenburg

Essen: 5. Juni, organisiert von FUMA Fachstelle Gender & Diversität NRW

Merseburg: 6. Juni, im Rahmen der Lunch Lecture

Weitere Veranstaltungen in anderen Orten zielen auf Biologie und Geschlecht, Intergeschlechtlichkeit und pädagogische Praxis, Queer und Kapitalismuskritik sowie Diskussionskultur und offene Ansätze zur Betrachtung vom gleichgeschlechtlichem Sex. In den Orten: Zürich, Tübingen, Chemnitz, Dresden, Erlangen, Regensburg, Halle, Merseburg, Heidelberg und weitere.

[aktualisiert am: 6.8.2018]

Gern weise ich auf die erschienenen Besprechungen des Buches "Die Idee der Homosexualität musikalisieren: Zur Aktualität von Guy Hocquenghem" sowie ausgewählte weitere Beiträge zum Buch hin. Die Liste wird in loser Folge aktualisiert.

Den Auftakt bildet eine Besprechung, verbunden mit einem Interview, bei Coloradio Dresden. Die Sendung kann hier angehört werden: Link zur Sendung bei freie-radios.net.

Eine ausführliche Würdigung des Bandes liefert Hauke Branding (Helmut-Schmidt-Universität, Fakultät für Maschinenbau) bei socialnet.de. Dort hält er als Fazit unter anderem fest: "Das große Verdienst dieses Bandes ist es, Guy Hocquenghem wieder in die Debatte einzuführen und die Aktualität seiner Überlegungen zu diskutieren." Zur vollständigen Rezension bei socialnet.de.

Prof. Dr. Kurt Starke besprach das Buch in der Fachzeitschrift "Sexuologie". In seiner ausführlichen Rezension führt er unter anderem aus: "Inspiriert von dieser geistreichen Schrift könnte man bei Musikalisieren und Musizieren an das Eindeutige und das Vieldeutige der Musik denken, an das Verbindende und das Trennende, an das Gedachte und Gefühlte, an die Träumerei und die erfüllten Wünsche, an das unernste Vergnügen und das vergnüglich Ernsthafte im Sinne eines Res severa verum gaudium. [...] Die Einzelbeiträge des Buches [von Rüdiger Lautmann, Norbert Reck und Guy Hocquenghem] sind von zwei kenntnisreichen Texten des Herausgebers Heinz-Jürgen Voß gerahmt. Im einleitenden Beitrag führt Voß behutsam an das zu erwartende Leseabenteuer heran. [...] Das Buch ist Band 11 der Reihe 'Angewandte Sexualwissenschaft'. Hoffentlich folgen weitere Bände dieser Qualität." (Sexuologie, Bd. 25/2018, Heft 1-2, S.103-105)

Prof. Dr. Florian Mildenberger hat den Band in der sexualwissenschaftlichen Zeitschrift "Sexuologie" besprochen. Er schreibt unter anderem: "Der erste Teil des Titels lässt zunächst eine Discografie der Pet Shop Boys vermuten, doch dieser Sammelband entpuppt sich bei genauerer Lektüre als ein vorzüglicher Ansatz, um einen im Windschatten Foucaults bereits vergessenen französischen Vordenker einer kritischen Homoforschung interessierten Lesern in Erinnerung zu rufen." (Sexuologie, Bd. 25/2018, Heft 1-2, S.105f)

Und hier findet sich ein Videomitschnitt einer Buchvorstellung:

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Sehr gern weise ich auf weitere Buchrezensionen hin, die ich in den vergangenen Wochen veröffentlicht habe:

(1)
"Geschlecht im flexibilisierten Kapitalismus? Potenziale von Geschlechter- und Gesellschaftstheorien"
von Ilse Lenz, Sabine Evertz und Saida Ressel (Hg.)
Auf: socialnet, 15.3.2018 (Online).

(2)
"Antisexistische Awareness. Ein Handbuch"
von Ann Wiesental
Auf: socialnet, 13.3.2018 (Online).

(3)
"Varianten der Sexualität. Studien in Ost- und Westdeutschland"
von Kurt Starke
Auf: socialnet, 13.3.2018 (Online).

(4)
"Widersprüche des Medizinischen. Eine wissenssoziologische Studie zu Konzepten der 'Transsexualität'"
von Katharina Jacke
Auf: socialnet, 7.3.2018 (Online).

(5)
"Politiken in Bewegung. Die Emanzipation Homosexueller im 20. Jahrhundert"
von Andreas Pretzel, Volker Weiß (Hg.)
Auf: socialnet, 26.2.2018 (Online).

(6)
"Expert_innen des Geschlechts? Zum Wissen über Inter*- und Trans*-Themen"
von Kim Scheunemann
Auf: socialnet, 7.2.2018 (Online).

Heinz-Jürgen Voß

DIE IDEE DER HOMOSEXUALITÄT MUSIKALISIEREN. VON RADIKALER SCHWULENBEWEGUNG UND CRUISING.
***Ein Gespräch zum Buch mit dem Herausgeber Heinz-Jürgen Voss***Eintritt frei***keine Vorkenntnisse nötig***

Heinz-Jürgen Voss ist Sexualwissenschaftler*in. In seinem neusten Buch geht es um den französischen Aktivisten Guy Hocquenghem. Seine Auffassung: Jeder Mensch ist zu gleichgeschlechtlichem Begehren fähig. Jeder Mensch ist also bisexuell?

Damit wird Guy Hocquenghem auch als wichtiger Vordenker der Queer-Theorie eingeordnet. Zugleich kann man an seinen Werken nachvollziehen, wie er - als weisser Mann - nach und nach gelernt hat, den eigenen Rassismus zu reflektieren. Und er sah Cruisen und Klappensex als wichtige Möglichkeiten an, wie Menschen sich kennenlernen könnten - über gesellschaftliche Schranken hinweg.

Ohne Klappensex wird "jeder [...] nur noch in seiner eigenen gesellschaftlichen Klasse ficken", wie es in seinem Aufsatz im Buch heist, den Salih Alexander Walter aus dem Französischen übersetzt hat. Warum kam Hocquenghem zu dieser Einschätzung?

Heinz-Jürgen Voss erläutert die wichtigen Punkte des Buches und bringt kleine Textabschnitte mit. Davon ausgehend diskutieren wir unter der Moderation von Florian Vock.

Ort und Infos zur Veranstaltung:
7. März, 19:30 Uhr, Heldenbar Zürich (Sihlquai 240, 8005 Zürich),
...weitere Infos hier und
...bei Facebook.

Infos zum Buch:
...finden sich sich hier.

In Kürze folgen Buchvorstellungen in:
Leipzig (15. März), Berlin (5. April), Regensburg (17. Mai), Wien (28. Mai), Merseburg (6. Juni), München, Essen etc.

Martin*e von Coloradio (Dresden) hat mit mir ein sehr schönes Interview und Gespräch zum Buch "Die Idee der Homosexualität musikalisieren: Zur Aktualität von Guy Hocquenghem" geführt. In 18 Minuten können Sie und könnt ihr nun einen ersten Eindruck vom Buch bekommen: zum Interview.

Weitere Informationen zum Buch finden sich hier.

Die nächsten Buchvorstellungen sind in: Zürich (7. März), Leipzig (15. März), Berlin (5. April), Regensburg (17. Mai), Wien (28. Mai), Merseburg (6. Juni), München, Essen etc.

Sehr gern weise ich euch und Sie auf das neue Buch "Die Idee der Homosexualität musikalisieren: Zur Aktualität von Guy Hocquenghem" hin. Ich bin sehr stolz auf diesen Band! Er dürfte einige gute Diskussionen anregen. So gilt Hocquenghem als Vordenker der Queer Theorie - und ist er ein wichtiger Schwulenaktivist, der in Frankreich aktiv war und sich auch deutlich zu den schwulen Aktivitäten in Westberlin und der BRD positionierte. Richtungsweisend für den Band ist das Zitat von Guy Hocquenghem:

"Ich würde die Idee der Homosexualität gern musikalisieren: Sie existiert nur in ihren Rhythmen, ihren Intervallen und ihren Pausen, sie existiert nur durch ihre (dramatische) Bewegung. Sie konjugiert Unsichtbarkeit und Sichtbarkeit in diesem Rhythmus des Erscheinens und des Verschwindens."
(Guy Hocquenghem, übersetzt von Salih Alexander Wolter)

Zum Buch haben Rüdiger Lautmann, Norbert Reck und ich mit Aufsätzen beigetragen; Salih Alexander Wolter hat einen Aufsatz von Guy Hocquenghem für das Buch wunderbar übersetzt. Ein schöner, runder Band! 🙂

Weitere Informationen zum Band:
https://www.psychosozial-verlag.de/2783

Interesse an Austausch:
Wer Interesse an Diskussion hat, kann gern ein Rezensionsexemplar bestellen und ihre*seine Perspektive beitragen. Dafür schreibt bitte an Melanie Fehr-Fichtner vom Psychosozial-Verlag: melanie.fehr-fichtner@psychosozial-verlag.de

Wenn es Interesse an einer Buchvorstellung oder Diskussionsveranstaltung gibt, dann sendet sehr gern mir eine Nachricht: Heinz-Jürgen Voß, voss_heinz@yahoo.de .

Gern weise ich auf ein paar Rezensionen aktueller Bücher hin, die ich für socialnet.de verfasst habe. Im Folgenden jeweils ein kurzer Auszug - und der Link zum Weiterlesen:

(1) “Queer Wars: Erfolge und Bedrohungen einer globalen Bewegung”; von Dennis Altman und Jonathan Symons:

Gegen westliche Bevormundung werden Altman und Symons noch deutlicher: „Radikale Ideen voranzutreiben oder eine zu große Sichtbarkeit herzustellen in Gesellschaften, in denen nicht jede Sexualität als eine legitime Identität aufgefasst wird, kann einen Rückschlag provozieren, der vorhandene sexuelle Freiheiten sogar wieder zurückdrängt.“ (S. 138) [...] Leichtgängig liefern Altman und Symons in Freundls Übersetzung dem deutschsprachigen Publikum einen Zugang zum internationalen Stand aktueller Debatten um die Emanzipation von LSBTIQ.

Rezensiert auf: socialnet, 26.1.2018 (Online).

(2) “Schweigen = Tod, Aktion = Leben. ACT UP in Deutschland 1989 bis 1993”; von Ulrich Würdemann:

Ulrich Würdemann liefert mit dem vorliegenden Band einen hervorragenden Einstieg in Betrachtungen zu ACT UP in Deutschland. Er räumt mit dem mitunter angenommenen Mythos auf, dass HIV/Aids-Aktivismus, Aidshilfen und Schwulenbewegung ineinander aufgingen. Vielmehr stellt er die Diskrepanzen zwischen ACT UP auf der einen Seite und Schwulenbewegung und Aidshilfen auf anderen Seiten heraus. Besonders betont er die gegen HIV-Positive feindliche Politik, wie sie vor allem von Peter Gauweiler und Horst Seehofer betrieben wurde.

Rezensiert auf: socialnet, 25.1.2018 (Online).

(3) “Demo. Für. Alle. Homophobie als Herausforderung”; von Detlef Grumbach (Hg.):

Der vorliegende Band formuliert zuallererst ein Unbehagen mit den aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen. Rechte und reaktionäre Strömungen stellen, so die Autoren, eine zunehmende Bedrohung für LSBTIQ* dar – und Anhänger(_innen) von rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien und Initiativen fänden sich auch unter LSBTIQ* selbst. Wichtig am Band ist, dass er diese Verunsicherung transparent macht und mit einigen theoretischen Überlegungen unterfüttert. Gleichzeitig werden aus einigen Beiträgen Ansätze für Strategien gegen diese reaktionären Strömungen deutlich: Vielfach wird die Koalition mit anderen Gruppen angesprochen, die der geschlechtlichen und sexuellen Vielfalt in LSBTIQ* Rechnung tragen, aber auch mit anderen Marginalisierten zusammengehen sollte. Das Stichwort Intersektionalität taucht auf, auch das gemeinsame Streiten gegen Rassismus und Geschlechterhierarchie. Hier wird anzusetzen sein – und könnte mit einer Selbstreflexion schwuler Kontexte begonnen werden.

Rezensiert auf: socialnet, 24.1.2018 (Online).

(4) “Magnus Hirschfeld und seine Zeit”, von Manfred Herzer:

Das Buch ist ein unbedingtes Muss für alle diejenigen, die sich mit schwuler Geschichte im Allgemeinen und mit Magnus Hirschfeld und seinen Zeitgenoss_innen im Besonderen beschäftigen. Es stellt einen sehr guten Auftakt für die weitere Debatte dar.

Rezensiert auf: socialnet, 29.1.2018 (Online).

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